Montag, 26. November 2007
Freitag, 23. November 2007
Es neigt sich langsam dem Ende zu
Hallo Ihr Lieben,
hoffe Euch geht es soweit gut – mir geht es jedenfalls bestens!
Seit letzten Freitag ist es naemlich durch – ich werde im Januar wieder nach Suedafrika fliegen, der Account wird die vollen Kosten fuer eine Dienstreise im Anschluss an die Delegation uebernehmen! Aber der Begriff Dienstreise sagt es schon, der Zeitraum ist diesmal deutlich kuerzer angesetzt, naemlich nur fuer einen Monat, aber besser als wieder in der Martinstrasse zu arbeiten (die Martinstrasse ist natuerlich auch wunderbar, aber wenn ich schon die Moeglichkeit habe hier in SA zu arbeiten, dann doch besser hier! Liebe Kollegen, koennte die Messer wieder wegstecken^^)
Und ich habe mich nach reiflichen Ueberlegungen dazu entschlossen doch nochmal ein Vollzeit Studium in Angriff zu nehmen. So wie es derzeit aussieht, wird es wohl ein Studium der internationalen Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck sein.
So, und dann noch fuer Eure Terminkalender, ich komme in Muenchen am Morgen des 15ten Dezember an. Ich bitte mein Empfangskomitee mit einem (kalten!) Edelstoff und einem (heissen!) Doener aufzuwarten, ausserdem Lakritzschnecken (duerfen gerne auch Zimmertemperatur haben!). Vielen Dank, dann kanns ja losgehen, hoff ihr habt Zeit;-)
Im September waren ja meine Eltern zu Besuch und wir haben zwei Wochen das Land bereist. Hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich hatte den Eindruck Ihnen ebenso. Besonders die Sani Valley Lodge ist einfach einmalig, dieses riesige Areal vor der fantastischen Kulisse, das Game, das frei auf dem Gelaende rumlaeuft und die wirklich erstklassige Unterkunft. Wow! Aber wir waren natuerlich fleissig und haben es uns nicht nur in der Lodge gut gehen lassen. Eine 4x4 Tour auf das Sani Top war ebenso dabei wie wandern und die Besichtigung einer San Hoehle in Garden Castle, dieser Ausflug dann schon von der maerchenhaften Treehouse Lodge nahe Mooi River. Von dort dann allerdings eine sehr kraftraubende Fahrt hoch ins Transvaal nach Sabi ins Valley View. Gefuehrt wird dieses B&B von einem Oesterreicher, der irgendwann Mitter der 70er nach SA gekommen ist, wie er uns abends bei ein paar Jaegermeistern erzaehlte. Des deutschen war er nicht mehr so ganz maechtig, wobei ich nicht ganz sicher bin ob das nun vom Jaegermeister oder tatsaechlich von der langen Zeit in der Fremde herruehrte. Wahrscheinlich aber von beidem. Am naechsten Tag dann die Panorama Route und abends weiter nach Phalaborwa, so ziemlich auf Hoehe der Mitte des Kruger Parks. Am naechsten Tag fruehmorgens ging es dann auf Safari in den Park. War mein erstes Mal im eigentlichen Park, nachdem ich mich ja sonst lieber in den privaten Lodges verwoehnen lasse;-) Aber ich war positiv ueberrascht, obwohl wir in erster Linie auf den Teerstrassen unterwegs waren, haben wir doch wirklich eine Menge Tiere gesehen. Unzaehlige Antilopen, Elefanten, Buffalo, Giraffen, Zebras, Gnus, Hippos, Crocs und natuerlich Baboons und Vervet Monkeys. Von Katzen allerdings weit und breit keine Spur, ebenso kein Rhino. Aber ich hatte ja Gott sei Dank vorgesorgt und fuer den naechsten Tag eine Uebernachtung in Sabi Sand gebucht. Diesen Abend verbrachten wir dann aber noch in einem Bushpacker in Hazyview, damit der Kontrast auch schoen zur Geltung kommt. Das Nottens Bush Camp entpuppte sich dann nicht unbedingt als das, was ich erwartet hatte, aber wie sich herausstellte, war das nicht unbedingt schlecht. Waehrend viele Lodges auf protzigen Luxus setzen und den Gaesten jeden Wunsch von den Lippen ablesen, hatte dieses Camp hingegen wildromantischen Charme, in dem zum Beispiel komplett auf elektrisches Licht verzichtet wurde. Auch die Unterkunft war eher einfach gehalten (fuer Lodge Verhaltnisse) aber einfach nett und stilvoll eingerichtet. Und die Game Drives waren nun nicht unbedingt die spektakulaersten, die ich bisher gemacht hatte, aber meine Rechnung ging auf. Die noch fehlenden Nashoerner wurden aufgestoebert, ein Loewe ebenso, der uns sogar den Gefallen getan hat, neben unserem Vehikel zu bruellen, und dann am naechsten Morgen dann auch noch ein junger Leopard beim faulenzen aufm Baum! Wieder kein Wild dog oder cat, uebrigens auch nach meinen letzten zwei Lodges nicht, aber einmal werd ichs noch probieren…
Dann ging es auch schon zurueck nach Johannesburg, wo wir in meinem heissgeliebten Rhapsody’s dinnierten. Das beste Steak der Welt!
Am naechsten Morgen dann Abflug nach Port Elizabeth. Die Stadt haben wir uns geschenkt und haben uns gleich auf die Garden Route gemacht. Ein Zwischenstopp bei Storms River Mouth an der Kueste, leider hatte allerdings ein paar Wochen zuvor ein Bushfeuer die beruehmte Haengebrucke zerstoert. Pech! Dann weiter nach Knysna, wo wir dann fuer zwei Naechte Quartier in einem Baumhaus bezogen haben. Echt klasse das Ding, glaeserne Dusche 8m ueberm Boden ist schon fein. Gar keine Abtrennung vom Rest des Bads und so hatte man eine herrliche Aussicht wenn man sich aufs Klo begab. Die Klogaenge dauerten deutlich laenger als normal, zumindest bei mir;-)
Am naechsten Tag dann das Monkey Land besichtigt, Plettenberg Bay und den Felsen an der Bucht von Plettenberg. Von oben konnten wir die Wale in der Bucht bestaunen. Dann weiter nach Knysna und die „Waterfront“ besucht. Am naechsten Morgen dann Wilderness und Victoria Bay, kurzen Abstechern nach George und weiter nach Mossel Bay. Den Tag darauf dann auf anraten unserer Gastgeber in Mossel Bay, einem jungen dt Paerchen, die dort seit einem Jahr ein B&B betreiben, unsere geplante Route geandert und ueber die little Karroo nach Stellenbosch am Kap. War ein sehr guter Tipp. Morgens noch ein Weingut besichtigt und dann musste ich wieder zurureck nach Jo’burg. Aber so weit ich gehoert habe, hatten die beiden noch eine herrliche Zeit in Cape Town.
Die nachsten Wochenenden waren dann einige Parties angesagt, die Great Escape und das Fu-Cha Gathering. Waren prima Feste, vorallem weil auf beiden Parties die Nacht fest in der Hand der Jungs aus Cape Town war. Es gibt hier schon den einen oder anderen talentierten Dj, Killer B und Morph zum Beispiel, oder auch der Act Insane Acyde. Aber was die Jungs aus CT drauf haben ist einfach ne andere Liga, vom feinsten. Da kommt man aus dem zappeln einfach nicht rausJ Und das Beste – Anfang Dezember geht es runter auf die VORTEX! Endlich sehe ich mal Space Tribe live...
Dann war ja noch das Evchen zu Besuch. Leider nur eine Woche, aber das ist ja auch schon etwas. Mit ihr quasi dieselbe Route wie mit den Eltern gemacht, allerdings andersherum, wir haben „oben“ angefangen. Uebernachtung nahe Sabi auf dem Long Tom Pass, im Misty Mountain, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat, nix hammer von der Aussicht gesehen. Dann auf die Panorama Route, allerdings in erster Linie Orte besucht, die ich selber noch nicht kannte. Auf Grund der Witterung waren aber auch zum Beispiel God’s Window und Pinnacle nicht machbar, da neblig.
Uebernachtung dann in Hoedspruit in der Zuleika Lodge, offensichtlich in der Honeymoon Suite. Wurde dann aber zu unserer Rugby WM Finale Suite umgemodelt. Und hiermit an alle die’s nicht mitbekommen haben. WIR SIND WELTMEISTER!! 15:6 gg England, super Bokkis! Naja, viel Zeit zu feiern war nicht, denn am naechsten Tag ging’s in den Park, der diesmal allerdings nicht ganz so erfolgreich verlief wie mit den Eltern. Es war schon bedeutend heisser als noch mit den Eltern und ab 11 gab es daher so gut wie keine Tiere mehr zu sehen, weswegen wir dann auch schon frueher als vorgesehen den Park wieder verlassen und nach Hazyview in die Chilli Pepper Lodge sind, um uns vom fruehen aufstehen im Jacuzzi zu erholen.
Tags darauf hatte ich als private Lodge die Simbambili ergattert! Sicherlich die schoenste Lodge in der ich bisher war. Luxus und afrikanisches Ambiente haben hier einfach gepasst, aber seht die Fotos. Und eben hier, in der Simbambili, waren dann auch meine mit Abstand bestens Game Drives, nur mit den Mitfahrern in unserm Vehikel hatten wir nicht so viel Glueck. Ein amerikanisches Paar hat mich mit einem Vogelbuch schier in den Wahnsinn getrieben. Bei jedem Vogel musste angehalten werden, da wurde ewig geblaettert und gesucht und dann letztendlich ein Kringel um den besagten Vogel gezogen. Wozu das gut gewesen sein soll weiss ich nicht, sind wir derselben Spezies nochmal begegnet, wurde dieser trotz Vogelbuch und Kringel doch nicht wiedererkannt. Und wer schon 2Tage (also auf dem 5ten Game Drive) in der Lodge ist, sollte wirklich eine Herde Impalas erkennen, wenn man direkt neben den Viechern steht. Aber vllt hatte er ja Recht und die waren am Vortag wirklich viel groesser! So, genug gelaestert (sry, aber die Beiden waren echt uebel!). Wir waren schon gute 2 Stunden auf dem Abend Drive und hatten noch nichts spektakulaeres zu Gesicht bekommen, als die Sichtung eines Leoparden ueber Funk reinkam. Und da lag er dann im Gras, voll gefressen und faul, ein wunderschoenes Tier,haha. Nach einiger Zeit erhebt er sich, geht auf die „Toilette“ und trabt davon, wir natuerlich hinterher. Nach einigen hundert Metern steigt uns dann ein stechender Geruch in die Nase. Bingo! Ein toter Buffalo an dem sich vier Hyaene guetlich tun. Als sie den Leoparden bemerken gab es ein kurzes Kampfgetuemmel, der Leopard schreit und musste das Weite suchen. Wir sind derweil bei den Hyaenen geblieben und haben diese beim fressen beobachtet. Faszinierend.
Auf dem Weg zurueck dann noch einen Honig Dachs (was unseren Guide vor Freude und Aufregung zu entzueckten Ausrufen verleitet hat, scheint wohl sehr sehr selten zu sein) und ein Bush Baby (gehoert zu den Primaten, ist aber ein ganz winziges Ding) entdeckt, sieht man auch nicht alle Tage.
Naechsten Morgen dann auf dem Weg zum Kadaver wieder die Hyaenen gesehen und hatten uns schon gewundert, warum diese nicht den Kadaver bewachen (und eine leise Vorahnung beschlich uns). Und tatsaechlich, da lag er, der Koenig des Dschungel. Ein maennlicher Loewe, gleich neben dem toten Bueffel. Dreissig Meter weiter auf einem Baum wartete der Leopard geduldig, ob er nicht vllt doch noch einen Happen fuer sich abstauben kann. Unzaehlige Geier kreisten, sassen auf den Baeumen oder warteten auf dem Boden auf ihren Anteil. Nachdem wir die Szene ausgiebig genossen hatten ging es weiter und wir stoeberten eine Herde Buffalo auf dem Weg zum Wasserloch auf. Als alle getrunken hatten machten sie sich auf dem Weg zurueck in den Busch, genau auf den toten Bueffel zu. Und ploetzlich wurde die Herde unruhig und stampften wild drauf los. Sie hatten die Witterung des Loewen aufgenommen ebenso die des Kadavers. Unser Guide wurde aufgeregt, vllt wuerden die Bueffel den Loewen attackieren. Leider waren gerade 3 Vehikel am Ort des Geschehens, so dass wir nur auf Standby waren und nicht live verfolgen konnten, was sich abspielte. Anscheinend kam es aber zu keiner Attacke, allerdings hatte sich der Loewe inzwischen 10 Meter weiter nieder gelassen. Der Leopard hatte es sich inzwischen 30Meter weiter auf dem Boden gemuetlich gemacht und wir standen direkt in der Mitte neben dem Kadaver. Und dann passiert das unglaublich peinliche, eine Geschichte, wie sie einfach nur mir passieren kann. Eva und ich sassen in der letzten Reihe des Fahrzeugs, die wie bei eigentlich allen Game Drive Vehikeln ueber die Boden Platte hinausragt. Meine Kamera liegt auf dem Sitz neben mir und ich weiss nicht genau wie, aber ploetzlich sehe ich sie in den Spalt zwischen den Sitzen rutschen. Mein reflexartiger Griff nach der Kamera kam zu spaet, die Schwerkraft hatte gesiegt und ich blickte unglaeubig auf meine Kamera im Gras. Man stelle sich diese Szene vor. 10 Meter weiter ein Loewe im Gras 20 Meter weiter ein Leopard und ich lassse meine Kamera fallen! Das gibts doch nicht...naja, in Gedanken war die Kamera schon abgeschrieben, aber ich wollte die Bilder nicht aufgeben und kam somit nicht umhin vor versammelter Mannschaft das Missgeschick zu beichten. Das sind Momente an denen sich die Erde auftun sollte um mich barmherziger Weise von dem Ort des Geschehens zu entfernen. Mein Guide konnte sich ein Grinsen auch nicht verkneifen, lenkte dann den Wagen aber geschickt so neben die Kamera, dass er die Tuer einen Spalt oeffnen und die Kamera aufnehmen konnte. Im Anschluss an den Game Drive und einer nochmaligen personelichen Entschuldigung fuer meine Tollpatischigkeit, versicherte er mir aber, dass er die Aktion eigentlich gelassen sieht und es ihm sogar Spass gemacht hat, unter diesen Umstaenden eine Kamera zu retten, haette man ja schliesslich nicht alle Tage. Ich bin mir sicher, dass ich seinen eh schon reichen Schatz an Anekdoten um eine weitere bereichert habe und zukuenftige Gaeste bei der Einweisung zum Verhalten auf den Drives eine nette Geschichte ueber einen jungen Deutschen und seine Kamera zu hoeren bekommen...
Ihr meint das wars? Noch nicht ganz. Da wir an diesem Tag den weiten Weg in die suedlichen Drakensberge vor uns hatten, verzichteten wir auf das Fruehstueck und baten noch waehrend des Morgendrives, dass unser Auto sowie Gepaeck bitte Abfahrt bereit gemacht werden. Ich mich also gerade noch beim Guide entschuldigt, mache mich daran, das Gepaeck im Kofferraum zu verstauen und hau den Kofferraum Deckel zu. Hoppla, da scheint wohl schlecht gepackt zu sein, geht nicht zu. So, aha, schaut eigentlich alles gut aus, probieren wir gleich nochmal – aber selbes Ergebnis. Herrschaftzeiten, was ist denn da los? Und dann moechte ich zum zweiten Mal an diesem Morgen am liebsten lautlos zusammenbrechen. Ich sehe naemlich meine Kamera in dem Spalt zwischen Kofferraum und Kofferaum Deckel liegen, arg verbeult und mit gesplittertem Screen...Ahhhh!! Gluecklicherweise konnte ich sie noch anschalten und somit die Bilder runterziehen (war eine Sony und die haben bekanntlich keine SD Chips!). Naja, inzwischen habe ich das Nachfolgemodell, den Rest des Urlaubs waren wir allerdings auf Eva’s Kamera angewiesen.
Die Fahrt in den Sueden war dann wirklich krass. 13 Stunden Fahrt und Eva hatte mit Uebelkeit und Erbrechen zu kaempfen. Aber sie war tapfer und hat durchgehalten...Und dann waren wieder in der Sani Valley Lodge, diesmal aber in der Lake Side und mit Vollpension. HAMMER!! Panorama Fenster im ersten Stock im Schlafzimmer auf See und Berge, ebenso im Badezimmer wo man in der Badewanne liegend den Ottern beim plantschen oder dem Game beim grasen zugucken konnte. Irre! Wir haben dann auch einen Tag verlaengert;-) Sind natuerlich auch auf den Sani Pass, aber dieses Mal mit Quads, was ein Spass. Haben dann im Anschluss auf Empfehlung des Quad Anbieters eine Dirt Road Richtung Central Berg genommen. Eine der schoensten Strassen die ich je gefahren bin. In meinen Augen die wahre Panorama Route Suedafrikas! Waren dann noch im Champagne Castle wandern und haben uns dann mit einigen kleinen Abstechern zu Ca,thedral Peak und Amphietheater, auf den Weg zurueck nach Johannesburg gemacht. War ein wirklich schoener Urlaub, oder Eva?
So, von Swaziland und meinem Geburtstag erzaehl ich Euch beim naechsten Mal, dass war naemlich wirklich auch was ganz besonderes!!
Bis denn, fuehlt Euch gedrueckt und liebe Gruesse aus SA
Stefan
hoffe Euch geht es soweit gut – mir geht es jedenfalls bestens!
Seit letzten Freitag ist es naemlich durch – ich werde im Januar wieder nach Suedafrika fliegen, der Account wird die vollen Kosten fuer eine Dienstreise im Anschluss an die Delegation uebernehmen! Aber der Begriff Dienstreise sagt es schon, der Zeitraum ist diesmal deutlich kuerzer angesetzt, naemlich nur fuer einen Monat, aber besser als wieder in der Martinstrasse zu arbeiten (die Martinstrasse ist natuerlich auch wunderbar, aber wenn ich schon die Moeglichkeit habe hier in SA zu arbeiten, dann doch besser hier! Liebe Kollegen, koennte die Messer wieder wegstecken^^)
Und ich habe mich nach reiflichen Ueberlegungen dazu entschlossen doch nochmal ein Vollzeit Studium in Angriff zu nehmen. So wie es derzeit aussieht, wird es wohl ein Studium der internationalen Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck sein.
So, und dann noch fuer Eure Terminkalender, ich komme in Muenchen am Morgen des 15ten Dezember an. Ich bitte mein Empfangskomitee mit einem (kalten!) Edelstoff und einem (heissen!) Doener aufzuwarten, ausserdem Lakritzschnecken (duerfen gerne auch Zimmertemperatur haben!). Vielen Dank, dann kanns ja losgehen, hoff ihr habt Zeit;-)
Im September waren ja meine Eltern zu Besuch und wir haben zwei Wochen das Land bereist. Hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich hatte den Eindruck Ihnen ebenso. Besonders die Sani Valley Lodge ist einfach einmalig, dieses riesige Areal vor der fantastischen Kulisse, das Game, das frei auf dem Gelaende rumlaeuft und die wirklich erstklassige Unterkunft. Wow! Aber wir waren natuerlich fleissig und haben es uns nicht nur in der Lodge gut gehen lassen. Eine 4x4 Tour auf das Sani Top war ebenso dabei wie wandern und die Besichtigung einer San Hoehle in Garden Castle, dieser Ausflug dann schon von der maerchenhaften Treehouse Lodge nahe Mooi River. Von dort dann allerdings eine sehr kraftraubende Fahrt hoch ins Transvaal nach Sabi ins Valley View. Gefuehrt wird dieses B&B von einem Oesterreicher, der irgendwann Mitter der 70er nach SA gekommen ist, wie er uns abends bei ein paar Jaegermeistern erzaehlte. Des deutschen war er nicht mehr so ganz maechtig, wobei ich nicht ganz sicher bin ob das nun vom Jaegermeister oder tatsaechlich von der langen Zeit in der Fremde herruehrte. Wahrscheinlich aber von beidem. Am naechsten Tag dann die Panorama Route und abends weiter nach Phalaborwa, so ziemlich auf Hoehe der Mitte des Kruger Parks. Am naechsten Tag fruehmorgens ging es dann auf Safari in den Park. War mein erstes Mal im eigentlichen Park, nachdem ich mich ja sonst lieber in den privaten Lodges verwoehnen lasse;-) Aber ich war positiv ueberrascht, obwohl wir in erster Linie auf den Teerstrassen unterwegs waren, haben wir doch wirklich eine Menge Tiere gesehen. Unzaehlige Antilopen, Elefanten, Buffalo, Giraffen, Zebras, Gnus, Hippos, Crocs und natuerlich Baboons und Vervet Monkeys. Von Katzen allerdings weit und breit keine Spur, ebenso kein Rhino. Aber ich hatte ja Gott sei Dank vorgesorgt und fuer den naechsten Tag eine Uebernachtung in Sabi Sand gebucht. Diesen Abend verbrachten wir dann aber noch in einem Bushpacker in Hazyview, damit der Kontrast auch schoen zur Geltung kommt. Das Nottens Bush Camp entpuppte sich dann nicht unbedingt als das, was ich erwartet hatte, aber wie sich herausstellte, war das nicht unbedingt schlecht. Waehrend viele Lodges auf protzigen Luxus setzen und den Gaesten jeden Wunsch von den Lippen ablesen, hatte dieses Camp hingegen wildromantischen Charme, in dem zum Beispiel komplett auf elektrisches Licht verzichtet wurde. Auch die Unterkunft war eher einfach gehalten (fuer Lodge Verhaltnisse) aber einfach nett und stilvoll eingerichtet. Und die Game Drives waren nun nicht unbedingt die spektakulaersten, die ich bisher gemacht hatte, aber meine Rechnung ging auf. Die noch fehlenden Nashoerner wurden aufgestoebert, ein Loewe ebenso, der uns sogar den Gefallen getan hat, neben unserem Vehikel zu bruellen, und dann am naechsten Morgen dann auch noch ein junger Leopard beim faulenzen aufm Baum! Wieder kein Wild dog oder cat, uebrigens auch nach meinen letzten zwei Lodges nicht, aber einmal werd ichs noch probieren…
Dann ging es auch schon zurueck nach Johannesburg, wo wir in meinem heissgeliebten Rhapsody’s dinnierten. Das beste Steak der Welt!
Am naechsten Morgen dann Abflug nach Port Elizabeth. Die Stadt haben wir uns geschenkt und haben uns gleich auf die Garden Route gemacht. Ein Zwischenstopp bei Storms River Mouth an der Kueste, leider hatte allerdings ein paar Wochen zuvor ein Bushfeuer die beruehmte Haengebrucke zerstoert. Pech! Dann weiter nach Knysna, wo wir dann fuer zwei Naechte Quartier in einem Baumhaus bezogen haben. Echt klasse das Ding, glaeserne Dusche 8m ueberm Boden ist schon fein. Gar keine Abtrennung vom Rest des Bads und so hatte man eine herrliche Aussicht wenn man sich aufs Klo begab. Die Klogaenge dauerten deutlich laenger als normal, zumindest bei mir;-)
Am naechsten Tag dann das Monkey Land besichtigt, Plettenberg Bay und den Felsen an der Bucht von Plettenberg. Von oben konnten wir die Wale in der Bucht bestaunen. Dann weiter nach Knysna und die „Waterfront“ besucht. Am naechsten Morgen dann Wilderness und Victoria Bay, kurzen Abstechern nach George und weiter nach Mossel Bay. Den Tag darauf dann auf anraten unserer Gastgeber in Mossel Bay, einem jungen dt Paerchen, die dort seit einem Jahr ein B&B betreiben, unsere geplante Route geandert und ueber die little Karroo nach Stellenbosch am Kap. War ein sehr guter Tipp. Morgens noch ein Weingut besichtigt und dann musste ich wieder zurureck nach Jo’burg. Aber so weit ich gehoert habe, hatten die beiden noch eine herrliche Zeit in Cape Town.
Die nachsten Wochenenden waren dann einige Parties angesagt, die Great Escape und das Fu-Cha Gathering. Waren prima Feste, vorallem weil auf beiden Parties die Nacht fest in der Hand der Jungs aus Cape Town war. Es gibt hier schon den einen oder anderen talentierten Dj, Killer B und Morph zum Beispiel, oder auch der Act Insane Acyde. Aber was die Jungs aus CT drauf haben ist einfach ne andere Liga, vom feinsten. Da kommt man aus dem zappeln einfach nicht rausJ Und das Beste – Anfang Dezember geht es runter auf die VORTEX! Endlich sehe ich mal Space Tribe live...
Dann war ja noch das Evchen zu Besuch. Leider nur eine Woche, aber das ist ja auch schon etwas. Mit ihr quasi dieselbe Route wie mit den Eltern gemacht, allerdings andersherum, wir haben „oben“ angefangen. Uebernachtung nahe Sabi auf dem Long Tom Pass, im Misty Mountain, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat, nix hammer von der Aussicht gesehen. Dann auf die Panorama Route, allerdings in erster Linie Orte besucht, die ich selber noch nicht kannte. Auf Grund der Witterung waren aber auch zum Beispiel God’s Window und Pinnacle nicht machbar, da neblig.
Uebernachtung dann in Hoedspruit in der Zuleika Lodge, offensichtlich in der Honeymoon Suite. Wurde dann aber zu unserer Rugby WM Finale Suite umgemodelt. Und hiermit an alle die’s nicht mitbekommen haben. WIR SIND WELTMEISTER!! 15:6 gg England, super Bokkis! Naja, viel Zeit zu feiern war nicht, denn am naechsten Tag ging’s in den Park, der diesmal allerdings nicht ganz so erfolgreich verlief wie mit den Eltern. Es war schon bedeutend heisser als noch mit den Eltern und ab 11 gab es daher so gut wie keine Tiere mehr zu sehen, weswegen wir dann auch schon frueher als vorgesehen den Park wieder verlassen und nach Hazyview in die Chilli Pepper Lodge sind, um uns vom fruehen aufstehen im Jacuzzi zu erholen.
Tags darauf hatte ich als private Lodge die Simbambili ergattert! Sicherlich die schoenste Lodge in der ich bisher war. Luxus und afrikanisches Ambiente haben hier einfach gepasst, aber seht die Fotos. Und eben hier, in der Simbambili, waren dann auch meine mit Abstand bestens Game Drives, nur mit den Mitfahrern in unserm Vehikel hatten wir nicht so viel Glueck. Ein amerikanisches Paar hat mich mit einem Vogelbuch schier in den Wahnsinn getrieben. Bei jedem Vogel musste angehalten werden, da wurde ewig geblaettert und gesucht und dann letztendlich ein Kringel um den besagten Vogel gezogen. Wozu das gut gewesen sein soll weiss ich nicht, sind wir derselben Spezies nochmal begegnet, wurde dieser trotz Vogelbuch und Kringel doch nicht wiedererkannt. Und wer schon 2Tage (also auf dem 5ten Game Drive) in der Lodge ist, sollte wirklich eine Herde Impalas erkennen, wenn man direkt neben den Viechern steht. Aber vllt hatte er ja Recht und die waren am Vortag wirklich viel groesser! So, genug gelaestert (sry, aber die Beiden waren echt uebel!). Wir waren schon gute 2 Stunden auf dem Abend Drive und hatten noch nichts spektakulaeres zu Gesicht bekommen, als die Sichtung eines Leoparden ueber Funk reinkam. Und da lag er dann im Gras, voll gefressen und faul, ein wunderschoenes Tier,haha. Nach einiger Zeit erhebt er sich, geht auf die „Toilette“ und trabt davon, wir natuerlich hinterher. Nach einigen hundert Metern steigt uns dann ein stechender Geruch in die Nase. Bingo! Ein toter Buffalo an dem sich vier Hyaene guetlich tun. Als sie den Leoparden bemerken gab es ein kurzes Kampfgetuemmel, der Leopard schreit und musste das Weite suchen. Wir sind derweil bei den Hyaenen geblieben und haben diese beim fressen beobachtet. Faszinierend.
Auf dem Weg zurueck dann noch einen Honig Dachs (was unseren Guide vor Freude und Aufregung zu entzueckten Ausrufen verleitet hat, scheint wohl sehr sehr selten zu sein) und ein Bush Baby (gehoert zu den Primaten, ist aber ein ganz winziges Ding) entdeckt, sieht man auch nicht alle Tage.
Naechsten Morgen dann auf dem Weg zum Kadaver wieder die Hyaenen gesehen und hatten uns schon gewundert, warum diese nicht den Kadaver bewachen (und eine leise Vorahnung beschlich uns). Und tatsaechlich, da lag er, der Koenig des Dschungel. Ein maennlicher Loewe, gleich neben dem toten Bueffel. Dreissig Meter weiter auf einem Baum wartete der Leopard geduldig, ob er nicht vllt doch noch einen Happen fuer sich abstauben kann. Unzaehlige Geier kreisten, sassen auf den Baeumen oder warteten auf dem Boden auf ihren Anteil. Nachdem wir die Szene ausgiebig genossen hatten ging es weiter und wir stoeberten eine Herde Buffalo auf dem Weg zum Wasserloch auf. Als alle getrunken hatten machten sie sich auf dem Weg zurueck in den Busch, genau auf den toten Bueffel zu. Und ploetzlich wurde die Herde unruhig und stampften wild drauf los. Sie hatten die Witterung des Loewen aufgenommen ebenso die des Kadavers. Unser Guide wurde aufgeregt, vllt wuerden die Bueffel den Loewen attackieren. Leider waren gerade 3 Vehikel am Ort des Geschehens, so dass wir nur auf Standby waren und nicht live verfolgen konnten, was sich abspielte. Anscheinend kam es aber zu keiner Attacke, allerdings hatte sich der Loewe inzwischen 10 Meter weiter nieder gelassen. Der Leopard hatte es sich inzwischen 30Meter weiter auf dem Boden gemuetlich gemacht und wir standen direkt in der Mitte neben dem Kadaver. Und dann passiert das unglaublich peinliche, eine Geschichte, wie sie einfach nur mir passieren kann. Eva und ich sassen in der letzten Reihe des Fahrzeugs, die wie bei eigentlich allen Game Drive Vehikeln ueber die Boden Platte hinausragt. Meine Kamera liegt auf dem Sitz neben mir und ich weiss nicht genau wie, aber ploetzlich sehe ich sie in den Spalt zwischen den Sitzen rutschen. Mein reflexartiger Griff nach der Kamera kam zu spaet, die Schwerkraft hatte gesiegt und ich blickte unglaeubig auf meine Kamera im Gras. Man stelle sich diese Szene vor. 10 Meter weiter ein Loewe im Gras 20 Meter weiter ein Leopard und ich lassse meine Kamera fallen! Das gibts doch nicht...naja, in Gedanken war die Kamera schon abgeschrieben, aber ich wollte die Bilder nicht aufgeben und kam somit nicht umhin vor versammelter Mannschaft das Missgeschick zu beichten. Das sind Momente an denen sich die Erde auftun sollte um mich barmherziger Weise von dem Ort des Geschehens zu entfernen. Mein Guide konnte sich ein Grinsen auch nicht verkneifen, lenkte dann den Wagen aber geschickt so neben die Kamera, dass er die Tuer einen Spalt oeffnen und die Kamera aufnehmen konnte. Im Anschluss an den Game Drive und einer nochmaligen personelichen Entschuldigung fuer meine Tollpatischigkeit, versicherte er mir aber, dass er die Aktion eigentlich gelassen sieht und es ihm sogar Spass gemacht hat, unter diesen Umstaenden eine Kamera zu retten, haette man ja schliesslich nicht alle Tage. Ich bin mir sicher, dass ich seinen eh schon reichen Schatz an Anekdoten um eine weitere bereichert habe und zukuenftige Gaeste bei der Einweisung zum Verhalten auf den Drives eine nette Geschichte ueber einen jungen Deutschen und seine Kamera zu hoeren bekommen...
Ihr meint das wars? Noch nicht ganz. Da wir an diesem Tag den weiten Weg in die suedlichen Drakensberge vor uns hatten, verzichteten wir auf das Fruehstueck und baten noch waehrend des Morgendrives, dass unser Auto sowie Gepaeck bitte Abfahrt bereit gemacht werden. Ich mich also gerade noch beim Guide entschuldigt, mache mich daran, das Gepaeck im Kofferraum zu verstauen und hau den Kofferraum Deckel zu. Hoppla, da scheint wohl schlecht gepackt zu sein, geht nicht zu. So, aha, schaut eigentlich alles gut aus, probieren wir gleich nochmal – aber selbes Ergebnis. Herrschaftzeiten, was ist denn da los? Und dann moechte ich zum zweiten Mal an diesem Morgen am liebsten lautlos zusammenbrechen. Ich sehe naemlich meine Kamera in dem Spalt zwischen Kofferraum und Kofferaum Deckel liegen, arg verbeult und mit gesplittertem Screen...Ahhhh!! Gluecklicherweise konnte ich sie noch anschalten und somit die Bilder runterziehen (war eine Sony und die haben bekanntlich keine SD Chips!). Naja, inzwischen habe ich das Nachfolgemodell, den Rest des Urlaubs waren wir allerdings auf Eva’s Kamera angewiesen.
Die Fahrt in den Sueden war dann wirklich krass. 13 Stunden Fahrt und Eva hatte mit Uebelkeit und Erbrechen zu kaempfen. Aber sie war tapfer und hat durchgehalten...Und dann waren wieder in der Sani Valley Lodge, diesmal aber in der Lake Side und mit Vollpension. HAMMER!! Panorama Fenster im ersten Stock im Schlafzimmer auf See und Berge, ebenso im Badezimmer wo man in der Badewanne liegend den Ottern beim plantschen oder dem Game beim grasen zugucken konnte. Irre! Wir haben dann auch einen Tag verlaengert;-) Sind natuerlich auch auf den Sani Pass, aber dieses Mal mit Quads, was ein Spass. Haben dann im Anschluss auf Empfehlung des Quad Anbieters eine Dirt Road Richtung Central Berg genommen. Eine der schoensten Strassen die ich je gefahren bin. In meinen Augen die wahre Panorama Route Suedafrikas! Waren dann noch im Champagne Castle wandern und haben uns dann mit einigen kleinen Abstechern zu Ca,thedral Peak und Amphietheater, auf den Weg zurueck nach Johannesburg gemacht. War ein wirklich schoener Urlaub, oder Eva?
So, von Swaziland und meinem Geburtstag erzaehl ich Euch beim naechsten Mal, dass war naemlich wirklich auch was ganz besonderes!!
Bis denn, fuehlt Euch gedrueckt und liebe Gruesse aus SA
Stefan
Freitag, 7. September 2007
Nach'm Urlaub ist vorm Urlaub
Hallo in die Heimat,
wollte mich noch mal melden, bevor morgen die Eltern kommen und ich wieder unterwegs bin. Mit geht es hervorragend, meine Freundin hat sich auch von dem Ueberfall erholt und ich freue mich riesig auf die naechsten zwei Wochen!!!!!
Ausserdem wollte ich Bescheid geben, dass ich die Bilder von den Drakensbergen endlich hochgeladen habe, ausserdem die Bilder von Ecotone, von der Party letztes WE. Sry, die Party Bilder sind nicht vorsortiert und auch nicht manuell kleiner geschraubt, hoffe es gibt keine Probleme, falls jmd mit Modem ins Netz gehen sollte! Aber die Party selber war traumhaft und in Vanessa habe ich inzwischen eine treue Party Begleitung, was die Feste gleich noch schoener macht! Einziger Wehrmutstropfen – acht Uhr morgens kam die Polizei und hat die Musik abgedreht (wie zum Teufel haben die die Party gefunden, da hat uns doch wer verpfiffen!) Naja, echt schade, der Floor war super hergerichtet, aber dann halt schnell die Boxen ins Haus geschleppt und dann halt Indoor weitergefeiert. Die Leute habens gelassen gesehen. Ach und by the way – die Party war eine Coproduktion zwischen einem Psy und einem Techno Veranstalter und es wurde abwechselnd gespielt!!!! Ich habe niemanden Meckern gehoert, im Gegenteil, man hat halt dann zum anderen Style gerockt! Nicht wie beim Kleingartenverein daheim, Stichwort Electro killt unsere Parties ;-))) Sehr sehr angenehm, naja, mag ja auch beides…
Ja und dann noch drei Bilder von Montag. Kurze Erlaeuterung – neben der Firma ist ein kleines Feuchtbiotop, vllt 50 auf 100 Meter, mit vielen vielen Voegeln und noch mehr Schilf. Das hat am Montag waehrend der Mittagspause aus ungeklaerten Gruenden Feuer gefangen. Was ein Spektakel! Ein Kollege hat mit seiner Kamera drei Bilder machen koennnen…nach 10 Minuten war der Spuk dann auch wieder vorbei und nur verbrannte Erde blieb zurueck…
Ansonsten nicht viel neues, die taeglichen Horrormeldungen spar ich mir besser mal…
Also denn, melde mich wenn ich zurueck bin! Passt auf Euch auf;-)
Servus und Babaa
Stefan
wollte mich noch mal melden, bevor morgen die Eltern kommen und ich wieder unterwegs bin. Mit geht es hervorragend, meine Freundin hat sich auch von dem Ueberfall erholt und ich freue mich riesig auf die naechsten zwei Wochen!!!!!
Ausserdem wollte ich Bescheid geben, dass ich die Bilder von den Drakensbergen endlich hochgeladen habe, ausserdem die Bilder von Ecotone, von der Party letztes WE. Sry, die Party Bilder sind nicht vorsortiert und auch nicht manuell kleiner geschraubt, hoffe es gibt keine Probleme, falls jmd mit Modem ins Netz gehen sollte! Aber die Party selber war traumhaft und in Vanessa habe ich inzwischen eine treue Party Begleitung, was die Feste gleich noch schoener macht! Einziger Wehrmutstropfen – acht Uhr morgens kam die Polizei und hat die Musik abgedreht (wie zum Teufel haben die die Party gefunden, da hat uns doch wer verpfiffen!) Naja, echt schade, der Floor war super hergerichtet, aber dann halt schnell die Boxen ins Haus geschleppt und dann halt Indoor weitergefeiert. Die Leute habens gelassen gesehen. Ach und by the way – die Party war eine Coproduktion zwischen einem Psy und einem Techno Veranstalter und es wurde abwechselnd gespielt!!!! Ich habe niemanden Meckern gehoert, im Gegenteil, man hat halt dann zum anderen Style gerockt! Nicht wie beim Kleingartenverein daheim, Stichwort Electro killt unsere Parties ;-))) Sehr sehr angenehm, naja, mag ja auch beides…
Ja und dann noch drei Bilder von Montag. Kurze Erlaeuterung – neben der Firma ist ein kleines Feuchtbiotop, vllt 50 auf 100 Meter, mit vielen vielen Voegeln und noch mehr Schilf. Das hat am Montag waehrend der Mittagspause aus ungeklaerten Gruenden Feuer gefangen. Was ein Spektakel! Ein Kollege hat mit seiner Kamera drei Bilder machen koennnen…nach 10 Minuten war der Spuk dann auch wieder vorbei und nur verbrannte Erde blieb zurueck…
Ansonsten nicht viel neues, die taeglichen Horrormeldungen spar ich mir besser mal…
Also denn, melde mich wenn ich zurueck bin! Passt auf Euch auf;-)
Servus und Babaa
Stefan
Mittwoch, 29. August 2007
Drakensberge
Sawubona,
wie heisst es so schoen, erst die schlechten und dann die guten Nachrichten. Also bevor ich Euch von meinem traumhaften Urlaub berichte, will ich Euch noch von einem anderen Vorfall erzaehlen. Eine gute Freundin von mir, eigentlich meine beste Freundin hier, eine Swati, wurde waehrend meines Urlaubs in Pretoria auf offener Strasse von drei Kerlen ueberfallen, ausgeraubt und zusammengeschlagen. Die Ausbeute der Bastarde – umgerechnet 50 Cent und 2 Tueten Milch. Es geht ihr aber den Umstaenden entsprechend gut, sie ist am Leben und Gott sei Dank wurde sie nicht auch noch vergewaltigt. Die Wunden werden heilen, die Schmerzen vergehen, aber was bleibt ist, einmal mehr, die Angst…es war nicht das erst Mal, dass sie ueberfallen wurde. Ehrlich, in solchen Momenten hasse ich dieses Land und sehne mich nach der Sicherheit daheim. Und in 3,5 Monaten bin ich ja auch schon wieder bei Euch, quasi in Sicherheit, aber sie (und mit ihr alle anderen rechtschaffenden Buerger) wird wahrscheinlich ihr ganzes Leben in diesen Zustaenden hier verbringen muessen und nie erfahren wie es ist, einfach mal einen Spaziergang durch die Stadt machen zu koennen, ohne jederzeit mit einem Ueberfall, einer Vergewaltigung oder der Ermordung rechnen zu muessen. Echt zum kotzen das alles…
Ok, nun aber zu etwas erfreulicherem, mein Urlaub war einfach fabelhaft. Anstrengend und schmerzhaft, aber ein unglaubliches Erlebnis und Abenteuer. Sieben Tage wandern und waehrend dieser Zeit bin ich nicht einer Menschenseele begegnet, also mal abgesehen von einer handvoll Leute an der Huette am ersten und an der am letzten Tag. Dafuer alles moegliche Getier, Bushbucks und andere Antilopen, die ich nicht erkannt habe, Rudel von Baboons und viele viele Voegel. Ich bilde mir sogar ein, einen Adler gesehen zu haben, bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich einer war.
Die ersten fuenf Tage habe ich in den suedlichen Drakensbergen den sog Giants Cup Hiking Trail hinter mich gebracht, der mich vom Fusse des Sani Pass bis nach Bushmans Neck fuehrte. Die Tagespensen waren zwar nicht ausserordentlich hoch, der laengste Weg waren mal 14 km und ich musste dabei selten mehr als 500 Hoehenmeter am Stueck aufsteigen, aber nachdem ich ja vollkommen untrainiert bin und mich auch erst wieder an die schweren Wanderschuhe und das schwere Gepaeck gewoehnen musste, war es trotzallem eine echt Herausforderung und zumal es durch die huegellige Landschaft ja ein staendiges Auf und Ab war. Besonders die ersten drei Abende hab ich mich nach Ankunft kaum ruehren koennen, die Fuesse, die Beine, der Ruecken, der Nacken…mein ganzer Koerper ein Hort von Schmerzen. Aber danach wurde es besser und bei meiner zweiten Wanderung, die mich hoch hinauf in die Berge zum Minarett Pass gefuehrt hat, waren die meisten Schmerzen verschwunden obwohl der Hike laenger und anspruchsvoller war. Dort habe ich dann eine Nacht in einer Hoehle, oder naja, eher einem Felsueberhang verbracht und bin am naechsten Tag wieder abgestiegen um noch am selben Tag zurueck nach Johannesburg zu fahren.
Ich hab den Urlaub wirklich sooo genossen, mich nur mit mir selber beschaeftigen, weit ab von der Arbeit, der Hektik der Stadt und ueberhaupt von anderen Menschen. Und es ist schon wirklich ein Erlebnis, eine Zeit in solche Abgeschiedenheit zu verbringen und sich intensiv mit sich selber auseinandersetzen zu MUESSEN. Dazu diese traumhafte Landschaft und die Tiere. Einfach unglaublich!!
Tja, inzwischen hat mich die Arbeit aber wieder und eigentlich bin ich schon wieder urlaubsreif;-) Aber dauert ja nicht lange, noch 10 Tage, dann kommen die Eltern und wir fahren fuer 2 Wochen durch SA. Kann’s echt kaum erwarten! Erst wieder in die Drakensberge, dann Panorama Route und Krueger und die letzte Woche dann die Garden Route, die ja auch fuer mich Neuland ist. Ich freu mich schon riesig auf den Urlaub, weiss gar nicht, wann ich das letzte Mal mit meinen Eltern im Urlaub war – ist auf jeden Fall verdammt lang her! Und Mom, Dad – es wird Euch hier gefallen!!!
Ansonsten hat die Open Air Saison letztes WE wieder begonnen;) Und wenn ich hier aus dem Fenster und auf den Baum im Garten blicke, kann ich schon kleine gruene Triebe an den Zweigen erkennen. Leider hat es noch immer nicht geregnet, das letzte Mal war Ende Mai, aber es kann nun nicht mehr lange dauern. Es bricht der Fruehling an, juchee!! Bald werdet ihr wieder neidisch auf die Wetteranzeige fuer Pretoria gucken, wenn es bei Euch nun langsam aber sicher wieder dem Winter entgegen geht^^
Also denn, gehabt euch wohl und bis bald.
Lange Tage und angenehme Naechte
Stefan
wie heisst es so schoen, erst die schlechten und dann die guten Nachrichten. Also bevor ich Euch von meinem traumhaften Urlaub berichte, will ich Euch noch von einem anderen Vorfall erzaehlen. Eine gute Freundin von mir, eigentlich meine beste Freundin hier, eine Swati, wurde waehrend meines Urlaubs in Pretoria auf offener Strasse von drei Kerlen ueberfallen, ausgeraubt und zusammengeschlagen. Die Ausbeute der Bastarde – umgerechnet 50 Cent und 2 Tueten Milch. Es geht ihr aber den Umstaenden entsprechend gut, sie ist am Leben und Gott sei Dank wurde sie nicht auch noch vergewaltigt. Die Wunden werden heilen, die Schmerzen vergehen, aber was bleibt ist, einmal mehr, die Angst…es war nicht das erst Mal, dass sie ueberfallen wurde. Ehrlich, in solchen Momenten hasse ich dieses Land und sehne mich nach der Sicherheit daheim. Und in 3,5 Monaten bin ich ja auch schon wieder bei Euch, quasi in Sicherheit, aber sie (und mit ihr alle anderen rechtschaffenden Buerger) wird wahrscheinlich ihr ganzes Leben in diesen Zustaenden hier verbringen muessen und nie erfahren wie es ist, einfach mal einen Spaziergang durch die Stadt machen zu koennen, ohne jederzeit mit einem Ueberfall, einer Vergewaltigung oder der Ermordung rechnen zu muessen. Echt zum kotzen das alles…
Ok, nun aber zu etwas erfreulicherem, mein Urlaub war einfach fabelhaft. Anstrengend und schmerzhaft, aber ein unglaubliches Erlebnis und Abenteuer. Sieben Tage wandern und waehrend dieser Zeit bin ich nicht einer Menschenseele begegnet, also mal abgesehen von einer handvoll Leute an der Huette am ersten und an der am letzten Tag. Dafuer alles moegliche Getier, Bushbucks und andere Antilopen, die ich nicht erkannt habe, Rudel von Baboons und viele viele Voegel. Ich bilde mir sogar ein, einen Adler gesehen zu haben, bin mir aber nicht sicher, ob es wirklich einer war.
Die ersten fuenf Tage habe ich in den suedlichen Drakensbergen den sog Giants Cup Hiking Trail hinter mich gebracht, der mich vom Fusse des Sani Pass bis nach Bushmans Neck fuehrte. Die Tagespensen waren zwar nicht ausserordentlich hoch, der laengste Weg waren mal 14 km und ich musste dabei selten mehr als 500 Hoehenmeter am Stueck aufsteigen, aber nachdem ich ja vollkommen untrainiert bin und mich auch erst wieder an die schweren Wanderschuhe und das schwere Gepaeck gewoehnen musste, war es trotzallem eine echt Herausforderung und zumal es durch die huegellige Landschaft ja ein staendiges Auf und Ab war. Besonders die ersten drei Abende hab ich mich nach Ankunft kaum ruehren koennen, die Fuesse, die Beine, der Ruecken, der Nacken…mein ganzer Koerper ein Hort von Schmerzen. Aber danach wurde es besser und bei meiner zweiten Wanderung, die mich hoch hinauf in die Berge zum Minarett Pass gefuehrt hat, waren die meisten Schmerzen verschwunden obwohl der Hike laenger und anspruchsvoller war. Dort habe ich dann eine Nacht in einer Hoehle, oder naja, eher einem Felsueberhang verbracht und bin am naechsten Tag wieder abgestiegen um noch am selben Tag zurueck nach Johannesburg zu fahren.
Ich hab den Urlaub wirklich sooo genossen, mich nur mit mir selber beschaeftigen, weit ab von der Arbeit, der Hektik der Stadt und ueberhaupt von anderen Menschen. Und es ist schon wirklich ein Erlebnis, eine Zeit in solche Abgeschiedenheit zu verbringen und sich intensiv mit sich selber auseinandersetzen zu MUESSEN. Dazu diese traumhafte Landschaft und die Tiere. Einfach unglaublich!!
Tja, inzwischen hat mich die Arbeit aber wieder und eigentlich bin ich schon wieder urlaubsreif;-) Aber dauert ja nicht lange, noch 10 Tage, dann kommen die Eltern und wir fahren fuer 2 Wochen durch SA. Kann’s echt kaum erwarten! Erst wieder in die Drakensberge, dann Panorama Route und Krueger und die letzte Woche dann die Garden Route, die ja auch fuer mich Neuland ist. Ich freu mich schon riesig auf den Urlaub, weiss gar nicht, wann ich das letzte Mal mit meinen Eltern im Urlaub war – ist auf jeden Fall verdammt lang her! Und Mom, Dad – es wird Euch hier gefallen!!!
Ansonsten hat die Open Air Saison letztes WE wieder begonnen;) Und wenn ich hier aus dem Fenster und auf den Baum im Garten blicke, kann ich schon kleine gruene Triebe an den Zweigen erkennen. Leider hat es noch immer nicht geregnet, das letzte Mal war Ende Mai, aber es kann nun nicht mehr lange dauern. Es bricht der Fruehling an, juchee!! Bald werdet ihr wieder neidisch auf die Wetteranzeige fuer Pretoria gucken, wenn es bei Euch nun langsam aber sicher wieder dem Winter entgegen geht^^
Also denn, gehabt euch wohl und bis bald.
Lange Tage und angenehme Naechte
Stefan
Mittwoch, 8. August 2007
Victoria Falls
Hallo Ihr Lieben,
lange hab ich nicht mehr geschrieben, ich weiss. Nicht das nichts passiert waere, im Gegenteil, aber in der Arbeit hab ich inzwischen mehr als genug zu tun und daher komme ich unter der Woche zu nicht viel. Zumindest faellt es mir schwer mich, wenn ich spaet nach Hause komme, auch noch an den Rechner zu setzen und das tippen anzufangen. Aber das ist auch gut so – ich lerne viel und arbeite hart, auch wenn dadurch manchmal der Spass etwas zu kurz kommt, so fuehle ich mich doch gut dabei. Vor allem weil ich anscheinend auch einen guten Job abliefere. Vor kurzem hat mir mein Chef angeboten das ich auch laenger bleiben koennte, wenn ich den Wunsch dazu hege. Tja, ihr habt es ja sicher mitbekommen, wie die Lage bei NSN derzeit ist (ok, die meisten wohl eher nicht). In Muenchen wird kraeftig abgebaut und sobald ich zurueck komme werde ich wohl einer von denen sein, die die Firma verlassen muessen. Tja, die Juengsten sind halt auch die billigsten (was Abfindungen angeht). Das man mit Ausbildung, Studienfahrten, Infojahr und was weiss ich noch alles schon Unmengen an Geld in uns gesteckt hat und somit aus Firmensicht unsere Ausbildung quasi fuer die Katz war, wird dabei einfach uebersehen. Nun ja, richtig ist aber natuerlich auch, das ein 50jaehriger Familienvater durch Restrukturierung schnell vor dem Nichts steht und es irrsinnig schwer hat, einen Job zu finden. Alles hat sein fuer und wieder, des einen Freud des andern Leid, aber gut, ich werde damit schon leben koennen. Es war jedenfalls eine lehrreiche Zeit und ich hab eine Ausbildung genossen die es so in Deutschland nicht so oft gibt. Wie es mit mir weitergehen soll, darueber mache ich mir derzeit mehr als genug Gedanken, aber bange ist mir nicht. Im Gegenteil, die Welt steht mir offen und ich waere ein Narr, das zu uebersehen oder zu sehen, aber nicht zu Nutzen...aber das Angbeot meines Chefs habe ich dann doch dankend abgelehnt.
Auf jeden Fall geht es jetzt erstmal in Urlaub, verdammt lange her, dass ich mal unterwegs war. Morgen Frueh werde ich in die Drakensberge starten, Zelt und Schlafsack im Gepaeck und 10 Tage zum wandern gehen. Ich kann kaum erwarten mich ins Auto zu setzen…nur leider bin ich allein, ich hoffe aber, im Sanibackpacker mich einer Wandergruppe anschliessen zu koennen oder einen Guide buchen zu koennen. Alleine ist leider doch zu gefaehrlich. Ich habe dort wohl an den wenigsten Stellen Netzverbindung und wenn ich mir einen Fuss breche oder mich eine Schlange beisst, dann habe ich niemanden, der Hilfe holen koennte. Von daher fahre ich jetzt ins Blaue und vertraue darauf, dass ich schon jmd finden werde…und spannend ist es allemal, wenn man nicht weiss, was einen erwartet…
Ach ja, mein Auto schnurrt wie ein Kaetzchen, wurde nicht geklaut und hatte auch sonst keine Macken. Ausser das es verdammt viel Sprit schluckt…Des weiteren gibt es hier einen netten Adapter fuers Auto zu kaufen, der ueber eine unbenutze Radiofrequenz die Musik vom Ipod auf das Autoradio uebertraegt. Tolle Sache! Kurz - mit Auto endlich alles im Lot!
So, jetzt aber noch kurz zu den Victoria Faellen (Himmel, das ist ja echt schon ewig her) Der Flug von Johannesburg zu den Vic Falls verlief problemlos, auch wenn mir in unsrer Propellermaschine Angst und bang war. Die Unterkunft war schoen, 10 Minuten zu Fuss von den Wasserfaellen entfernt, und beim Abendessen, wenn sich der Laermpegel etwas gelegt hat, konnte man das rauschen bis zu unserer Terrasse vernehmen.
Am naechsten Morgen haben sich Mellie und ich natuerlich gleich nach dem Fruehstueck auf den Weg gemacht. Kaum aus dem Hotel draussen, schliesst sich uns ein Haendler auf dem Weg nach unten an und plaudert mit uns. Natuerlich wollte er uns was andrehen, in diesem Fall Regenjacken zum ausleihen. 3$ das Stueck. Wir haben dankend abgelehnt und biegen Richtung Wasserfaelle ab………6,5 Minuten spaeter sind wir schon zurueck und druecken eben diesem Haendler sechs Dollar in die Hand, nehmen die Regejacken in empfang und machen uns wieder auf den Weg.
Tja, wir haben mit unserem Vic Falls Besuch leider eine etwas unguenstige Zeit erwischt. Selbst fuer die Regenzeit fuehrte der Zambezi unverhaeltnismaessig viel Wasser, was dazu fuehrte, dass wir von den Wasserfaellen selber nicht viel gesehen haben, nur die ersten 200 Meter immer mal wieder. Dafuer war das Donnern der herabstuerzenden Wassermassen umso beeindruckender. Irgendwo hab ich gelesen, wie viel Liter in der Sekunde an dieser Stelle in die Tiefe stuerzen, leider habe ich die Zahl nicht mehr im Kopf. Sie war unglaublich hoch! Und zu dieser Zeit sicherlich nochmal bedeutend hoeher.
Wir haben die Wasserfaelle jedenfalls eisern abgeschritten, die Naesse ignorierend und immer wieder darauf verweisend, wie beeindruckend der Laermpegel sei und wie schoen die Wasserfaelle sicherlich waeren, wenn man sie nur sehen wuerde!!
Eine Stunde spaeter geben wir die Maentel ab und beraten uns, wie es jetzt weitergeht. „Lass uns auf die Bruecke nach Zambia und den Bungee Jumpern zu sehen". Also auf den Weg gemacht, am Zollamt eine riesige Schlange und ich stell mich hinten an. Dann ein Tippen auf meiner Schulter und Mellie, die mir erklaert dass Sie ihren Pass im Hotel hat (wenn man mit Frauen in den Urlaub faehrt…) Aber wozu auch den Pass, wir sollen es halt so versuchen…(Mumm hat se, dass muss man ihr lassen) Wir also zum Grenzposten, erklaert wir wollen nur auf die Bruecke (Niemandsland zwischen Zimbabwe und Zambia) ob das denn ginge. Na logisch geht das, wir sollen halt ein bisschen was bereithalten wenn wir zurueckkommen. Naja, gesagt getan…Auf dem Rueckweg bekam er dann 5$ in die Hand gedrueckt worauf wir beide jeder einen Zeitungsfetzen in die Hand gedrueckt bekamen auf dem handschriftlich in unleserlicher Schrift „One“ vermerkt war. Mit diesen Zetteln sollten wir zu dem Grenzer auf der Einreiseseite gehen. In dem Moment dachte ich schon darueber nach, wie ich am besten die dt Botschaft erreiche das die uns aus dem Gefaengnis fuer illegale Einwanderer holt. Wobei ich ja stark bezweifle, dass es in ein Land wie Zimbabwe ueberhaupt illegale Einwanderung gibt, wer will da schon hin…die die dort sind wollen verzweifelt raus, aber andersrum…??? Naja, mit pochendem Herzschlag bis unter die Schaedeldecke zum Kerl bei der Einreiseschranke geschritten, ihm die Zettel in die Hand gedrueckt (im Geiste die Handschellen klicken gehoert) und mit einem Grinsen auf dem Gesicht des Grenzers oeffnete er die Schranke…puh, mein lieber Scholli, mehr Glueck als Verstand, im wahrsten Sinne des Wortes.
Im Anschluss einen Spaziergang durch das Dorf gemacht und uns ein bisschen umgesehen. Wenn man bedenkt, dass das Eck an den Vic Falls der einzige Fleck in Zimbabwe ist, an den man zur Zeit reisen kann und dieser somit zu den sicherlich reichsten Gegenden gehoert – man kann erahnen, wie schlimm es um dieses Land bestellt ist, wie sehr die Menschen unter Mugabes Herrschaft zu leiden haben…hier aber werden wie eh und je Touristen abgezockt. Im Supermarkt eine Cola, ein Wasser und ne Packung Kekse gekauft. An der Kasse natuerlich nur lokale Waehrung. Vom Betreiber daher in ein Hinterstuebchen gefuehrt worden, in dem er per Taschenrechner den Dollarpreis errechnete. Macht 9$ irgendwas!! „Excuse me Sir, are you sure you calculated with the correct exchange rate?” – “Oh, erm, yes - you are right, I can make you a better price!” – “4$ pls” Wahrscheinlich noch immer 2$ zu viel aber egal, wir lassen ihm diesen kleinen Erfolg. Auf dem Rueckweg noch 5 Postkarten gekauft: “10$ pls”...5$ haben ihren Zweck dann auch erfuellt und auch hier goennen wir der Verkaeuferin sicherlich noch immer einen saftigen Gewinn. Das war wirklich laestig an den Vic Falls, das wirklich jeder versucht Dich uebers Ohr zu hauen. Naja, so ist das eben…
Den Nachmittag dann am Pool verbracht und fuer den Abend einen Sunset cruise auf dem Zambezi zu einer Hippo Kolonie gebucht. Mein Gott, die Hippos sind ja so was von putzig, kaum zu glauben, dass Hippos jaehrlich mehr Menschenleben fordern als jedes andere Tier in Afrika. Der Sonnenuntergang war einfach unglaublich, aber seht in der Fotogalerie…naechsten Tag ging es dann schon wieder heim, aber viel mehr haette es in dem Eck auch nicht gegeben. Klar, Game reserves gibt’s ueberall und Elefanten reiten und hau mich blau... Aber das kann ich „daheim“ in Suedafrika ebenso und bei weitem billiger…
Also denn, ich wird jetzt mal packen und bin dann schon fast weg. Gehabt Euch wohl!
Lange Tage und angenehme Naechte!
Stefan
lange hab ich nicht mehr geschrieben, ich weiss. Nicht das nichts passiert waere, im Gegenteil, aber in der Arbeit hab ich inzwischen mehr als genug zu tun und daher komme ich unter der Woche zu nicht viel. Zumindest faellt es mir schwer mich, wenn ich spaet nach Hause komme, auch noch an den Rechner zu setzen und das tippen anzufangen. Aber das ist auch gut so – ich lerne viel und arbeite hart, auch wenn dadurch manchmal der Spass etwas zu kurz kommt, so fuehle ich mich doch gut dabei. Vor allem weil ich anscheinend auch einen guten Job abliefere. Vor kurzem hat mir mein Chef angeboten das ich auch laenger bleiben koennte, wenn ich den Wunsch dazu hege. Tja, ihr habt es ja sicher mitbekommen, wie die Lage bei NSN derzeit ist (ok, die meisten wohl eher nicht). In Muenchen wird kraeftig abgebaut und sobald ich zurueck komme werde ich wohl einer von denen sein, die die Firma verlassen muessen. Tja, die Juengsten sind halt auch die billigsten (was Abfindungen angeht). Das man mit Ausbildung, Studienfahrten, Infojahr und was weiss ich noch alles schon Unmengen an Geld in uns gesteckt hat und somit aus Firmensicht unsere Ausbildung quasi fuer die Katz war, wird dabei einfach uebersehen. Nun ja, richtig ist aber natuerlich auch, das ein 50jaehriger Familienvater durch Restrukturierung schnell vor dem Nichts steht und es irrsinnig schwer hat, einen Job zu finden. Alles hat sein fuer und wieder, des einen Freud des andern Leid, aber gut, ich werde damit schon leben koennen. Es war jedenfalls eine lehrreiche Zeit und ich hab eine Ausbildung genossen die es so in Deutschland nicht so oft gibt. Wie es mit mir weitergehen soll, darueber mache ich mir derzeit mehr als genug Gedanken, aber bange ist mir nicht. Im Gegenteil, die Welt steht mir offen und ich waere ein Narr, das zu uebersehen oder zu sehen, aber nicht zu Nutzen...aber das Angbeot meines Chefs habe ich dann doch dankend abgelehnt.
Auf jeden Fall geht es jetzt erstmal in Urlaub, verdammt lange her, dass ich mal unterwegs war. Morgen Frueh werde ich in die Drakensberge starten, Zelt und Schlafsack im Gepaeck und 10 Tage zum wandern gehen. Ich kann kaum erwarten mich ins Auto zu setzen…nur leider bin ich allein, ich hoffe aber, im Sanibackpacker mich einer Wandergruppe anschliessen zu koennen oder einen Guide buchen zu koennen. Alleine ist leider doch zu gefaehrlich. Ich habe dort wohl an den wenigsten Stellen Netzverbindung und wenn ich mir einen Fuss breche oder mich eine Schlange beisst, dann habe ich niemanden, der Hilfe holen koennte. Von daher fahre ich jetzt ins Blaue und vertraue darauf, dass ich schon jmd finden werde…und spannend ist es allemal, wenn man nicht weiss, was einen erwartet…
Ach ja, mein Auto schnurrt wie ein Kaetzchen, wurde nicht geklaut und hatte auch sonst keine Macken. Ausser das es verdammt viel Sprit schluckt…Des weiteren gibt es hier einen netten Adapter fuers Auto zu kaufen, der ueber eine unbenutze Radiofrequenz die Musik vom Ipod auf das Autoradio uebertraegt. Tolle Sache! Kurz - mit Auto endlich alles im Lot!
So, jetzt aber noch kurz zu den Victoria Faellen (Himmel, das ist ja echt schon ewig her) Der Flug von Johannesburg zu den Vic Falls verlief problemlos, auch wenn mir in unsrer Propellermaschine Angst und bang war. Die Unterkunft war schoen, 10 Minuten zu Fuss von den Wasserfaellen entfernt, und beim Abendessen, wenn sich der Laermpegel etwas gelegt hat, konnte man das rauschen bis zu unserer Terrasse vernehmen.
Am naechsten Morgen haben sich Mellie und ich natuerlich gleich nach dem Fruehstueck auf den Weg gemacht. Kaum aus dem Hotel draussen, schliesst sich uns ein Haendler auf dem Weg nach unten an und plaudert mit uns. Natuerlich wollte er uns was andrehen, in diesem Fall Regenjacken zum ausleihen. 3$ das Stueck. Wir haben dankend abgelehnt und biegen Richtung Wasserfaelle ab………6,5 Minuten spaeter sind wir schon zurueck und druecken eben diesem Haendler sechs Dollar in die Hand, nehmen die Regejacken in empfang und machen uns wieder auf den Weg.
Tja, wir haben mit unserem Vic Falls Besuch leider eine etwas unguenstige Zeit erwischt. Selbst fuer die Regenzeit fuehrte der Zambezi unverhaeltnismaessig viel Wasser, was dazu fuehrte, dass wir von den Wasserfaellen selber nicht viel gesehen haben, nur die ersten 200 Meter immer mal wieder. Dafuer war das Donnern der herabstuerzenden Wassermassen umso beeindruckender. Irgendwo hab ich gelesen, wie viel Liter in der Sekunde an dieser Stelle in die Tiefe stuerzen, leider habe ich die Zahl nicht mehr im Kopf. Sie war unglaublich hoch! Und zu dieser Zeit sicherlich nochmal bedeutend hoeher.
Wir haben die Wasserfaelle jedenfalls eisern abgeschritten, die Naesse ignorierend und immer wieder darauf verweisend, wie beeindruckend der Laermpegel sei und wie schoen die Wasserfaelle sicherlich waeren, wenn man sie nur sehen wuerde!!
Eine Stunde spaeter geben wir die Maentel ab und beraten uns, wie es jetzt weitergeht. „Lass uns auf die Bruecke nach Zambia und den Bungee Jumpern zu sehen". Also auf den Weg gemacht, am Zollamt eine riesige Schlange und ich stell mich hinten an. Dann ein Tippen auf meiner Schulter und Mellie, die mir erklaert dass Sie ihren Pass im Hotel hat (wenn man mit Frauen in den Urlaub faehrt…) Aber wozu auch den Pass, wir sollen es halt so versuchen…(Mumm hat se, dass muss man ihr lassen) Wir also zum Grenzposten, erklaert wir wollen nur auf die Bruecke (Niemandsland zwischen Zimbabwe und Zambia) ob das denn ginge. Na logisch geht das, wir sollen halt ein bisschen was bereithalten wenn wir zurueckkommen. Naja, gesagt getan…Auf dem Rueckweg bekam er dann 5$ in die Hand gedrueckt worauf wir beide jeder einen Zeitungsfetzen in die Hand gedrueckt bekamen auf dem handschriftlich in unleserlicher Schrift „One“ vermerkt war. Mit diesen Zetteln sollten wir zu dem Grenzer auf der Einreiseseite gehen. In dem Moment dachte ich schon darueber nach, wie ich am besten die dt Botschaft erreiche das die uns aus dem Gefaengnis fuer illegale Einwanderer holt. Wobei ich ja stark bezweifle, dass es in ein Land wie Zimbabwe ueberhaupt illegale Einwanderung gibt, wer will da schon hin…die die dort sind wollen verzweifelt raus, aber andersrum…??? Naja, mit pochendem Herzschlag bis unter die Schaedeldecke zum Kerl bei der Einreiseschranke geschritten, ihm die Zettel in die Hand gedrueckt (im Geiste die Handschellen klicken gehoert) und mit einem Grinsen auf dem Gesicht des Grenzers oeffnete er die Schranke…puh, mein lieber Scholli, mehr Glueck als Verstand, im wahrsten Sinne des Wortes.
Im Anschluss einen Spaziergang durch das Dorf gemacht und uns ein bisschen umgesehen. Wenn man bedenkt, dass das Eck an den Vic Falls der einzige Fleck in Zimbabwe ist, an den man zur Zeit reisen kann und dieser somit zu den sicherlich reichsten Gegenden gehoert – man kann erahnen, wie schlimm es um dieses Land bestellt ist, wie sehr die Menschen unter Mugabes Herrschaft zu leiden haben…hier aber werden wie eh und je Touristen abgezockt. Im Supermarkt eine Cola, ein Wasser und ne Packung Kekse gekauft. An der Kasse natuerlich nur lokale Waehrung. Vom Betreiber daher in ein Hinterstuebchen gefuehrt worden, in dem er per Taschenrechner den Dollarpreis errechnete. Macht 9$ irgendwas!! „Excuse me Sir, are you sure you calculated with the correct exchange rate?” – “Oh, erm, yes - you are right, I can make you a better price!” – “4$ pls” Wahrscheinlich noch immer 2$ zu viel aber egal, wir lassen ihm diesen kleinen Erfolg. Auf dem Rueckweg noch 5 Postkarten gekauft: “10$ pls”...5$ haben ihren Zweck dann auch erfuellt und auch hier goennen wir der Verkaeuferin sicherlich noch immer einen saftigen Gewinn. Das war wirklich laestig an den Vic Falls, das wirklich jeder versucht Dich uebers Ohr zu hauen. Naja, so ist das eben…
Den Nachmittag dann am Pool verbracht und fuer den Abend einen Sunset cruise auf dem Zambezi zu einer Hippo Kolonie gebucht. Mein Gott, die Hippos sind ja so was von putzig, kaum zu glauben, dass Hippos jaehrlich mehr Menschenleben fordern als jedes andere Tier in Afrika. Der Sonnenuntergang war einfach unglaublich, aber seht in der Fotogalerie…naechsten Tag ging es dann schon wieder heim, aber viel mehr haette es in dem Eck auch nicht gegeben. Klar, Game reserves gibt’s ueberall und Elefanten reiten und hau mich blau... Aber das kann ich „daheim“ in Suedafrika ebenso und bei weitem billiger…
Also denn, ich wird jetzt mal packen und bin dann schon fast weg. Gehabt Euch wohl!
Lange Tage und angenehme Naechte!
Stefan
Dienstag, 22. Mai 2007
Aktueller Stand TIA und Graskop
Einen wunderschoenen guten Tach Ihr Lieben,
ein Hinweis in eigener Sache - sollten Sie Rechtschreibfehler bemerken liegt das an meiner akuten Legasthenie, hervorgerufen durch zu viel Englisch am Arbeitplatz sowie der Rechtschreibreform. Beschwerden reichen Sie bitte an die Innenminister der Länder...Danke!
Nach drei Tagen rumärgern mit der Polizei, mit Unterlagen für die Versicherung, mit Car Pool Managern und irre gewordenen Chefs - ich darf mir nun also einen Mietwagen holen, welcher ist dabei auch vollkommen egal, ich werde ihn nämlich selber bezahlen müssen. Aber der Vorschlag von meinem Chef, ich könne mir ja mit Julia ein Auto für die nächsten 7 Monate teilen war natürlich indiskutabel. Tja, das wird jetzt teuer…
Ansonsten mache ich mir generelle Gedanken, wie es in der Arbeit weitergehen soll. Ich bin bei weitem nicht ausgelastet und nachdem ich meinen Chef schon Mitte März das erste Mal darauf hingewiesen habe und sich noch immer nichts nennenswertes getan hat, denke ich nun ernsthaft ueber Konsequenzen für mich nach. Noch ist es für einen Wechsel in eine andere Abteilung nicht zu spät…
Und große Pläne werden geschmiedet - für diese WE stehen eine Session und zwei nette Parties auf dem Programm, am Freitag erst wieder zum Drumming Circle, dann auf den „Battle of the hard DJ’s – from hard Electro, hard House, hard Trance, hard style to Psytrance“ (da bin ich ja mal gespannt – es gibt aber auch einen Proggy alternative floor;)!) und am Sonntag eine tagsüber Session, der „Midwinters Daydream“, wieder Open Air in den Magaliesbergen, anscheinend aber keine Prog Party sondern tagtauglicher Full On – is ne Afterhour:-) Richard, wenn Du mitverfolgen willst, wo ich mich so rumtreibe – www.redeyeproductions.co.za …auf 3am stehen die Parties (fast) alle nicht…und die Pics von der "Chaos mittendrin statt nur dabei" sind ja auch der Hammer, wär zu gern dabei gewesen. Schaut netter aus als Kuhstall - UW und Kurzer haben die geschmissen, oder? Und wer is der DJ, den Du da fotografiert hast? Is des der OIL ausm Chat? Und schreib mir doch bitte mal ne PM was der Stand der Dinge mitm Chu is! THX!
So, nun aber zu Graskop. Freitag Morgen ging es in komplett neuer Runde los Richtung Osten, in die Naehe des Kruegerparks in das Eastern Transvaal. Genauer gesagt, in die noerdlichen Drakensberge, wo die Hochebene Mpumalangas abrupt in die Tiefebene des Kruegerparks uebergeht. Hier findet man auch die weltberuehmte Panoramaroute mit ihren zahlreichen Wasserfaellen und Aussichtspunkten...aber der Reihe nach...sonst komm ich hier noch ganz durcheinander ;-)
Es ist schon immer wieder faszinierend, von Gauteng aus in Richtung Osten zu starten. Erst diese ewige, mehr oder minder flache Graslandschaft bis man an die Drakensberge kommt. Dann zerklueftet sich die Landschaft und man fährt durch Täler und Canyons, bei weiterhin typisch afrikanischer Vegetation. Verlaesst man dann die N4 und biegt nach Norden Richtung Sabie und Graskop ab und faehrt ueber die dortigen Pässe verändert sich die Vegetation von Tal zu Tal – mal waehnt man sich in Norwegen, dann wieder im Schwarzwald und im naechsten Tal fühlt man sich stark an das bayrische Voralpenland erinnert – nur das man eben keinen der Gipfel wiedererkennt. Unsere Fahrtpause legten wir dann im „Oberland“ bei den Mac Mac Pools ein, eine Reihe von Gumpen, in denen man herrlich baden konnte. Im Anschluss ging es dann weiter nach Graskop, einem 10 000 Seelen Ort am Rande des Highveld, wo wir unsere passable Unterkunft bezogen. Nach einem kurzen Rundgang im Ort und einem angeblich hervorragenden Fischrestaurant (ich hab ja noch immer gefastetL) und dem ersten „Burnout“ den ich live erleben durfte (Graskop ist auch Bikerstadt) ging es zurueck in die Unterkunft und in die Bar. Dort lernten wir bei einer Partie Billard ein paar suedafrikanische Jungs kennen, die ebenfalls grad zu Urlaub in Graskop weilten. Die beiden waren schon ziemlich angetrunken und mussten ja unbedingt anfangen ueber suedafrikanische Politik zu „diskutieren“. Ich habe mich dann allerdings relativ bald wieder aus dem Gespraech zurueckgezogen, wenn dann naemlich Phrasen fallen wie „You can get them out of the bush, but you can’t get the bush out of them“ oder „they are not humans, they are baboons“ dann erscheint mir eine Diskussion schnell als sinnlos. Ich kann die Argumente ja zum Teil nachvollziehen, all das, wofuer die Vaeter und Grossvaeter hier gekaempft haben, sieht die aktuelle Generation den Bach hinuntergehen, das mag ja irgendwie frustrierend sein. Aber haben die vorigen Generationen nicht von Anfang an fuer eine verlorene Sache gekaempft? Haetten die Grossvaeter nicht am Verlauf der Geschichte erkennen muessen, dass die Unterwerfung des schwarzen Kontinents in anderen Staaten zu dieser Zeit bereits gescheitert war und haetten sich fragen muessen, warum ausgerechnet in SA die Geschichte anders verlaufen sollte? Was mich hier in Suedafrika an den aktuellen Diskussionen des oefteren stoert ist, dass beide Seiten jeweils einen absoluten Anspruch erheben. Entweder wir oder sie! Die Weissen erinnern sich an „die gute alte Zeit“ und kommen mit den neuen Machtverhaeltnissen und der aktuellen Situation nicht zurecht, die Schwarzen erinnern sich an die Unterdrückung und revanchieren sich nun an den Weissen. Die Auswanderungsquote von SA zeigt ganz deutlich das bereits eine massive Auswanderung der weissen Ober- und Mittelschicht eingesetzt hat… Und eben weil beide Seiten nicht zusammen in die Zukunft blicken und die Probleme des Landes versuchen zu lösen, anstatt sich ständig zu belauern, geht es hier derart bergab. Eine mutige Prognose meinerseits - verliert Suedafrika seine weisse Mittel und Oberschicht, wird es auch gehoerig an Einfluss in Afrika verlieren vllt sogar die Vormachtstellung, da sich die wirtschaftliche Macht noch immer vorallem auf die weisse Bevölkerungsminderheit begründet und vor allem die Einführung von Quotenregelungen für die Zusammensetzung der Belegschaften hat sich hier teilweise gravierend ausgewirkt. Klar, wenn ich auf einen Schlag eine Quote einhalten muss und vor allem in Ingenieursberufen davor fast ausschließlich Schwarze zu finden waren, dann verwundert es nicht, wenn der Know How Abgang plötzlich Probleme macht. Ein adäquater Ersatz dieser Wissensträger hat bisher nur vereinzelt statt gefunden und es wird auch noch einige Zeit dauern, bis der vorherige Zustand erreicht ist – wenn er je wieder erreicht wird…Der Verlust SA’s als Ordnungsmacht im Sueden Afrikas koennte fatale Folgen haben, man denke an gierige Machthaber wie Zimbabwes Mugabe, dem durchaus zuzutrauen waere, ein Machtvakuum auszunutzen, um sein brachliegendes Land durch einen Krieg „nach vorne“ zu fuehren...aber bliblablupp, im Endeffekt ist afrikanische Politik ja nun auch nicht unbedingt mein Steckenpferd, also halt ich mich mal besser zurueck...Unüersehbar ist allerdings die Tatsache, dass ueberall dort, wo uneingeschraenkt die Schwarzen herrschen, Chaos, Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind. Das dafuer wiederum viele (illegalen) Immigranten verantwortlich sind - keine Frage! Ja krass, hätte nicht gedacht, dass ich nach nur 4 Monaten so sprechen würde…klingt jetzt für Euch daheim vllt alles etwas hart, aber kommt und seht einfach selbst…anyway, zurueck nach Graskop.
Samstag Morgen ging es bei wechselhaften Wetter auf die Panorama Route. Dort klapperten wir den Pinnacle, God’s Window (warum zur Hoelle wird das eigentlich ueberall so angepriesen? So spektakulaer ist das nun wahrlich nicht!), die Lisbon und die Berlin Falls, die three Rondavells und den sagenhaften Blyde River Canyon, dem drittgroessten Canyon der Welt, landschaftlich bisher mein absolutes Highlight, aber gut, war ja jetzt auch noch nicht in Lesotho und Namibia;-) Ich konnte mich an dieser Aussicht einfach nicht satt sehen. Aber seht einfach die Fotos, die ich hoffentlich bald bearbeitet und hochgeladen habe...
Den Sonntag hat es uns dann leider verregnet, daher beschlossen wir, uns eine Hoehle anzugucken. War soweit recht nett, aber halt auch nur Alternativprogramm. Auf dem Rueckweg haben wir noch einen Abstecher zu Pilgrims Rest unternommen, einem alten Goldgraeberstaedtchen, oder sollte ich besser sagen, einer riesigen Touristenfalle? Wird sind erst gar nicht ausgestiegen...
Montag war unser Abreisetag und nachdem sich das Wetter gebessert hatte, konnten Georg, Andreas, Alex und ich dann auch noch den Big Swing machen. Dabei springt man an einem Seil 80m in die Tiefe (das Seil ist in der Mitte ueber der Schlucht an einem anderen Seil befestigt) so dass man erst frei fällt und sobald man in das Seil fällt, auf einer Kreisbahn ausschwingt – war witzig.
Im Anschluss ging es dann ueber den Long Tom Pass zurueck, bei Belfast fuer 15km noch 4 Stunden im Stau gestanden (tja, damit haette man am Ostermontag eigentlich auch rechnen koennen) und daheim mit Tomatensuppe mein fasten gebrochen! Ui, war die lecker!!
Also dann, bis zum naechsten Mal, dann erzaehle ich Euch von meinem Ausflug zu den Victoria Faellen in Zimbabwe!
Liebste Gruesse in die Heimat
ein Hinweis in eigener Sache - sollten Sie Rechtschreibfehler bemerken liegt das an meiner akuten Legasthenie, hervorgerufen durch zu viel Englisch am Arbeitplatz sowie der Rechtschreibreform. Beschwerden reichen Sie bitte an die Innenminister der Länder...Danke!
Nach drei Tagen rumärgern mit der Polizei, mit Unterlagen für die Versicherung, mit Car Pool Managern und irre gewordenen Chefs - ich darf mir nun also einen Mietwagen holen, welcher ist dabei auch vollkommen egal, ich werde ihn nämlich selber bezahlen müssen. Aber der Vorschlag von meinem Chef, ich könne mir ja mit Julia ein Auto für die nächsten 7 Monate teilen war natürlich indiskutabel. Tja, das wird jetzt teuer…
Ansonsten mache ich mir generelle Gedanken, wie es in der Arbeit weitergehen soll. Ich bin bei weitem nicht ausgelastet und nachdem ich meinen Chef schon Mitte März das erste Mal darauf hingewiesen habe und sich noch immer nichts nennenswertes getan hat, denke ich nun ernsthaft ueber Konsequenzen für mich nach. Noch ist es für einen Wechsel in eine andere Abteilung nicht zu spät…
Und große Pläne werden geschmiedet - für diese WE stehen eine Session und zwei nette Parties auf dem Programm, am Freitag erst wieder zum Drumming Circle, dann auf den „Battle of the hard DJ’s – from hard Electro, hard House, hard Trance, hard style to Psytrance“ (da bin ich ja mal gespannt – es gibt aber auch einen Proggy alternative floor;)!) und am Sonntag eine tagsüber Session, der „Midwinters Daydream“, wieder Open Air in den Magaliesbergen, anscheinend aber keine Prog Party sondern tagtauglicher Full On – is ne Afterhour:-) Richard, wenn Du mitverfolgen willst, wo ich mich so rumtreibe – www.redeyeproductions.co.za …auf 3am stehen die Parties (fast) alle nicht…und die Pics von der "Chaos mittendrin statt nur dabei" sind ja auch der Hammer, wär zu gern dabei gewesen. Schaut netter aus als Kuhstall - UW und Kurzer haben die geschmissen, oder? Und wer is der DJ, den Du da fotografiert hast? Is des der OIL ausm Chat? Und schreib mir doch bitte mal ne PM was der Stand der Dinge mitm Chu is! THX!
So, nun aber zu Graskop. Freitag Morgen ging es in komplett neuer Runde los Richtung Osten, in die Naehe des Kruegerparks in das Eastern Transvaal. Genauer gesagt, in die noerdlichen Drakensberge, wo die Hochebene Mpumalangas abrupt in die Tiefebene des Kruegerparks uebergeht. Hier findet man auch die weltberuehmte Panoramaroute mit ihren zahlreichen Wasserfaellen und Aussichtspunkten...aber der Reihe nach...sonst komm ich hier noch ganz durcheinander ;-)
Es ist schon immer wieder faszinierend, von Gauteng aus in Richtung Osten zu starten. Erst diese ewige, mehr oder minder flache Graslandschaft bis man an die Drakensberge kommt. Dann zerklueftet sich die Landschaft und man fährt durch Täler und Canyons, bei weiterhin typisch afrikanischer Vegetation. Verlaesst man dann die N4 und biegt nach Norden Richtung Sabie und Graskop ab und faehrt ueber die dortigen Pässe verändert sich die Vegetation von Tal zu Tal – mal waehnt man sich in Norwegen, dann wieder im Schwarzwald und im naechsten Tal fühlt man sich stark an das bayrische Voralpenland erinnert – nur das man eben keinen der Gipfel wiedererkennt. Unsere Fahrtpause legten wir dann im „Oberland“ bei den Mac Mac Pools ein, eine Reihe von Gumpen, in denen man herrlich baden konnte. Im Anschluss ging es dann weiter nach Graskop, einem 10 000 Seelen Ort am Rande des Highveld, wo wir unsere passable Unterkunft bezogen. Nach einem kurzen Rundgang im Ort und einem angeblich hervorragenden Fischrestaurant (ich hab ja noch immer gefastetL) und dem ersten „Burnout“ den ich live erleben durfte (Graskop ist auch Bikerstadt) ging es zurueck in die Unterkunft und in die Bar. Dort lernten wir bei einer Partie Billard ein paar suedafrikanische Jungs kennen, die ebenfalls grad zu Urlaub in Graskop weilten. Die beiden waren schon ziemlich angetrunken und mussten ja unbedingt anfangen ueber suedafrikanische Politik zu „diskutieren“. Ich habe mich dann allerdings relativ bald wieder aus dem Gespraech zurueckgezogen, wenn dann naemlich Phrasen fallen wie „You can get them out of the bush, but you can’t get the bush out of them“ oder „they are not humans, they are baboons“ dann erscheint mir eine Diskussion schnell als sinnlos. Ich kann die Argumente ja zum Teil nachvollziehen, all das, wofuer die Vaeter und Grossvaeter hier gekaempft haben, sieht die aktuelle Generation den Bach hinuntergehen, das mag ja irgendwie frustrierend sein. Aber haben die vorigen Generationen nicht von Anfang an fuer eine verlorene Sache gekaempft? Haetten die Grossvaeter nicht am Verlauf der Geschichte erkennen muessen, dass die Unterwerfung des schwarzen Kontinents in anderen Staaten zu dieser Zeit bereits gescheitert war und haetten sich fragen muessen, warum ausgerechnet in SA die Geschichte anders verlaufen sollte? Was mich hier in Suedafrika an den aktuellen Diskussionen des oefteren stoert ist, dass beide Seiten jeweils einen absoluten Anspruch erheben. Entweder wir oder sie! Die Weissen erinnern sich an „die gute alte Zeit“ und kommen mit den neuen Machtverhaeltnissen und der aktuellen Situation nicht zurecht, die Schwarzen erinnern sich an die Unterdrückung und revanchieren sich nun an den Weissen. Die Auswanderungsquote von SA zeigt ganz deutlich das bereits eine massive Auswanderung der weissen Ober- und Mittelschicht eingesetzt hat… Und eben weil beide Seiten nicht zusammen in die Zukunft blicken und die Probleme des Landes versuchen zu lösen, anstatt sich ständig zu belauern, geht es hier derart bergab. Eine mutige Prognose meinerseits - verliert Suedafrika seine weisse Mittel und Oberschicht, wird es auch gehoerig an Einfluss in Afrika verlieren vllt sogar die Vormachtstellung, da sich die wirtschaftliche Macht noch immer vorallem auf die weisse Bevölkerungsminderheit begründet und vor allem die Einführung von Quotenregelungen für die Zusammensetzung der Belegschaften hat sich hier teilweise gravierend ausgewirkt. Klar, wenn ich auf einen Schlag eine Quote einhalten muss und vor allem in Ingenieursberufen davor fast ausschließlich Schwarze zu finden waren, dann verwundert es nicht, wenn der Know How Abgang plötzlich Probleme macht. Ein adäquater Ersatz dieser Wissensträger hat bisher nur vereinzelt statt gefunden und es wird auch noch einige Zeit dauern, bis der vorherige Zustand erreicht ist – wenn er je wieder erreicht wird…Der Verlust SA’s als Ordnungsmacht im Sueden Afrikas koennte fatale Folgen haben, man denke an gierige Machthaber wie Zimbabwes Mugabe, dem durchaus zuzutrauen waere, ein Machtvakuum auszunutzen, um sein brachliegendes Land durch einen Krieg „nach vorne“ zu fuehren...aber bliblablupp, im Endeffekt ist afrikanische Politik ja nun auch nicht unbedingt mein Steckenpferd, also halt ich mich mal besser zurueck...Unüersehbar ist allerdings die Tatsache, dass ueberall dort, wo uneingeschraenkt die Schwarzen herrschen, Chaos, Mord und Totschlag an der Tagesordnung sind. Das dafuer wiederum viele (illegalen) Immigranten verantwortlich sind - keine Frage! Ja krass, hätte nicht gedacht, dass ich nach nur 4 Monaten so sprechen würde…klingt jetzt für Euch daheim vllt alles etwas hart, aber kommt und seht einfach selbst…anyway, zurueck nach Graskop.
Samstag Morgen ging es bei wechselhaften Wetter auf die Panorama Route. Dort klapperten wir den Pinnacle, God’s Window (warum zur Hoelle wird das eigentlich ueberall so angepriesen? So spektakulaer ist das nun wahrlich nicht!), die Lisbon und die Berlin Falls, die three Rondavells und den sagenhaften Blyde River Canyon, dem drittgroessten Canyon der Welt, landschaftlich bisher mein absolutes Highlight, aber gut, war ja jetzt auch noch nicht in Lesotho und Namibia;-) Ich konnte mich an dieser Aussicht einfach nicht satt sehen. Aber seht einfach die Fotos, die ich hoffentlich bald bearbeitet und hochgeladen habe...
Den Sonntag hat es uns dann leider verregnet, daher beschlossen wir, uns eine Hoehle anzugucken. War soweit recht nett, aber halt auch nur Alternativprogramm. Auf dem Rueckweg haben wir noch einen Abstecher zu Pilgrims Rest unternommen, einem alten Goldgraeberstaedtchen, oder sollte ich besser sagen, einer riesigen Touristenfalle? Wird sind erst gar nicht ausgestiegen...
Montag war unser Abreisetag und nachdem sich das Wetter gebessert hatte, konnten Georg, Andreas, Alex und ich dann auch noch den Big Swing machen. Dabei springt man an einem Seil 80m in die Tiefe (das Seil ist in der Mitte ueber der Schlucht an einem anderen Seil befestigt) so dass man erst frei fällt und sobald man in das Seil fällt, auf einer Kreisbahn ausschwingt – war witzig.
Im Anschluss ging es dann ueber den Long Tom Pass zurueck, bei Belfast fuer 15km noch 4 Stunden im Stau gestanden (tja, damit haette man am Ostermontag eigentlich auch rechnen koennen) und daheim mit Tomatensuppe mein fasten gebrochen! Ui, war die lecker!!
Also dann, bis zum naechsten Mal, dann erzaehle ich Euch von meinem Ausflug zu den Victoria Faellen in Zimbabwe!
Liebste Gruesse in die Heimat
Freitag, 18. Mai 2007
TIA - That is Africa
Hallo mitnand,
habe ja berichtet, dass bei meinem alten Auto die Oelpumpe den Dienst versagt hat. Nachdem der Polo auch schon wirklich alt war, hat man mir ein neueres Modell gegeben...jedenfalls hatte ich jetzt zwei Wochen meinen Spass an dem neuen Auto - aber das war einmal. Mir haben se heute Abend das Auto naemlich quasi unterm Hintern weggeklaut. Echt zum kotzen!! Ich mein das Auto wird ja versichert sein, aber mein Firmenausweis war drin (gut auch noch nicht die Welt, der ist ab morgen Frueh gesperrt) sowie meine Aktentaschen und meine Schreibmappe (echt doof, wenn man direkt nach der Arbeit auf ne Einladung faehrt - wird schon aergerlicher!) aber vorallem war mein eigenhaendig angeschafftes Autoradio mit drin. Gut, ich hab immerhin die Abdeckung vom Radio bei mir, immerhin koennen die Schweine nicht auch noch das Radio weiter verchecken, aber mit Installation und pipapo waren das auch knapp 260 Euro, die in dem Ding gesteckt haben. Mann mann mann, das kann doch echt nicht wahr sein - bin ja mal gespannt, was jetzt fuer ein Papierkrieg auf mich wartet! Ehrlich - ich vermiss Deutschland grad ein wenig;-) Naja, auf der anderen Seite waers ja fast langweilig, ein Jahr in Suedafrika ohne das einmal das Auto geklaut wird - dann war man ja gar net unterwegs:D Nur doof, dass ich morgen mit dem Auto in Urlaub fahren wollte...mal sehen, wie schnell die Firma diesmal reagiert...so, ich wein jetzt auch gar nimmer lang rum, ich setz mir jetzt die Kopfhoerer auf, hoer laut Musik und kuemmer mich um die Flasche Whiskey neben mir.
Und by the way, bin ja nur froh, dass das Auto ohne das ich das mitbekommen haette gestohlen wurde und nicht durch einen Hijack...dann wuerde ich jetzt wahrscheinlich naemlich nicht mehr diese Zeilen tippen...also, alles nochmal glimpflich verlaufen, aergerlich ist es aber allemal!!
Stinkige Gruesse
Stefan
habe ja berichtet, dass bei meinem alten Auto die Oelpumpe den Dienst versagt hat. Nachdem der Polo auch schon wirklich alt war, hat man mir ein neueres Modell gegeben...jedenfalls hatte ich jetzt zwei Wochen meinen Spass an dem neuen Auto - aber das war einmal. Mir haben se heute Abend das Auto naemlich quasi unterm Hintern weggeklaut. Echt zum kotzen!! Ich mein das Auto wird ja versichert sein, aber mein Firmenausweis war drin (gut auch noch nicht die Welt, der ist ab morgen Frueh gesperrt) sowie meine Aktentaschen und meine Schreibmappe (echt doof, wenn man direkt nach der Arbeit auf ne Einladung faehrt - wird schon aergerlicher!) aber vorallem war mein eigenhaendig angeschafftes Autoradio mit drin. Gut, ich hab immerhin die Abdeckung vom Radio bei mir, immerhin koennen die Schweine nicht auch noch das Radio weiter verchecken, aber mit Installation und pipapo waren das auch knapp 260 Euro, die in dem Ding gesteckt haben. Mann mann mann, das kann doch echt nicht wahr sein - bin ja mal gespannt, was jetzt fuer ein Papierkrieg auf mich wartet! Ehrlich - ich vermiss Deutschland grad ein wenig;-) Naja, auf der anderen Seite waers ja fast langweilig, ein Jahr in Suedafrika ohne das einmal das Auto geklaut wird - dann war man ja gar net unterwegs:D Nur doof, dass ich morgen mit dem Auto in Urlaub fahren wollte...mal sehen, wie schnell die Firma diesmal reagiert...so, ich wein jetzt auch gar nimmer lang rum, ich setz mir jetzt die Kopfhoerer auf, hoer laut Musik und kuemmer mich um die Flasche Whiskey neben mir.
Und by the way, bin ja nur froh, dass das Auto ohne das ich das mitbekommen haette gestohlen wurde und nicht durch einen Hijack...dann wuerde ich jetzt wahrscheinlich naemlich nicht mehr diese Zeilen tippen...also, alles nochmal glimpflich verlaufen, aergerlich ist es aber allemal!!
Stinkige Gruesse
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