Mittwoch, 25. April 2007

River Lodge Sabie Sands

Hallihallo,

hm, was waren eigentlich so meine letzten Urlaube die ich unternommen habe, also vor SA, und wo hab ich so genächtigt, wenn ich nicht grad mit Eltern zur Hochzeit von Biggi nach Spanien bin…mal sehen, also da hätten wir

2006 Radltour zum Sonnenklang – wild im Zelt oder Gasthof
2005 kein längerer Urlaub am Stück
2004 Portugal – privat (gut, das Haus war super)
2003 Kroatien – Campingplatz im Zelt
2002 Radltour zum Gardasee – wild im Zelt
2002 Toscana – windiger Camper
2001 Gargano – Campingplatz im Zelt
2000 Norwegen – Wohnmobil und wild im Zelt…
und immer mal wieder auf Hütten in den Bergen, manche ohne Strom…

usw.

ich bin nun wirklich niemand, der beim reisen unbedingt 'ne Menge Geld ausgeben muss. Gut, im Urlaub essen gehen ist was anderes, das leibliche Wohl ist schließlich ein hohes Gut, aber für Unterkunft und überflüssigen Luxus hab ich wahrlich noch nie Geld ausgegeben. Bis ich mit 26 in SA aufgeschlagen bin und mich von drei Kollegen habe breitschlagen lassen, 'mal eine Nacht in einer Luxuslodge zu verbringen. Über ein Last Minute Angebot war das ganze zwar noch immer irrsinnig teuer, aber immerhin nur noch ein Drittel vom Normalpreis. Naja, der Schnäppchenjäger hat zugeschlagen, allerdings mehr als skeptisch, ob er diese Investition nicht bereuen wird…so führte mich mein Weg also in die Exeter River Lodge im Private Game Reserve Sabie Sands, einem Teil des berühmten Kruegerparks. Was ein Private Game Reserve ausmacht, darauf komme ich später noch zu sprechen…
Am Freitag nach der Arbeit gings dann los, erstmal in einen kleinen aber sehr gemütlichen und urigen Bushpacker in der Nähe des Parks. Bush- und Backpacker gibt es in SA an jeder Ecke, für umgerechnet 10 Euro kriegt man hier ein Bett inklusive Frühstück und man trifft in der Regel Rucksacktouristen aus aller Herrenländer – immer wieder eine spannende und feucht-fröhliche Angelegenheit;)
Und dann die Lodge – das war schon wirklich aller erste Sahne! Die Lodge liegt wunderschön am Fluss mitten im Game Reserve und ist von keinem schützenden Zaun umgeben. Was zur Folge hatte dass a) wir in der Nacht von bewaffneten Rangern von und zu unseren Hütten begleitet wurden, damit wir nicht aus Versehen auf einen Löwen treten (den wir noch während des Abendessens am anderen Flussufer haben brüllen hören und b) ich von unserem privaten Pool aus, nach nur einer halben Stunde nach unsere Ankunft, dem ersten Elefanten beim futtern zuschauen durfte. Aber in meinem Fotoalbum findet ihr genug Fotos, die Euch einen Eindruck dieser Unterkunft und von unserem Aufenthalt dort vermitteln können.
Allerdings noch zu den Game Drives. Normalerweise fährt man mit seinem privaten Auto in einen dieser Game Reserves und guckt halt, ob man irgendwo Tiere vor die Linse bekommt. Das wird man auch mit Sicherheit, vor allem jede Menge Kudus, Impalas, Njalas und andere Antilopenarten. Und zwei der sog „Big Five“ (Elefant, Nashorn, Loewe, Leopard und Büffel) sind meistens auch mit dabei, vllt noch ein Hippo…Des weiteren gibt es die Möglichkeit, einen Guided Game Drive zu machen. Das ist dann eine geführte Safari in einem offenen Jeep und hat den Vorteil, dass die Guides natürlich per Funk in Kontakt stehen und sich bei Sichtungen untereinander austauschen. Das erhöht die Chancen auf einen gelungenen Schnappschuss natürlich ungemein. Aber auch bei diesen Safaris dürfen die Strassen (meistens!) nicht verlassen werden, was für die Fotos jetzt nicht unbedingt das Wahre ist…In private Game Reserves jedoch, wird der zahlende Tourist zu jedem Tier bis auf einen Meter Abstand hingekarrt. Und von diesen Drives hatten wir zwei, einen am Nachmittag bis zum Abend und einen von Sonnenaufgang bis zum Frühstück. Und es war echt der Wahnsinn!!! Absolutes Highlight – eine Leoparden Mama mit ihrem 6 Monate alten Cup! Den Rest der Big Five ebenso wie eine Hyäene und Hippos (allerdings Nachts, aber direkt am Fluss, während des Abendessens, keine 20m von meinem Teller entfernt...) Es war unglaublich…und im Nachhinein betrachtet, trauere ich keinem Cent hinterher, den ich in diesen Tag investiert habe. Natürlich war das jetzt eine Ausnahme, ich kann und will mir das in Zukunft nicht regelmäßig leisten, aber es war wirklich eine sehr eindrucksvolle Erfahrung!! Und falls sich von Euch jemand überlegt, nach SA zu kommen - spart 200 Euro mehr und plant eine Nacht in Sabie Sands ein – ihr werdet es sicher nicht bereuen!
Also denn, viel Spass mit den FotosJ Und nächstes Mal erzähle ich Euch von meinem Urlaub nach Durban…
Macht’s gut und liebe Grüsse in die Heimat
Stefan

5 Kommentare:

richard hat gesagt…

na Hauptsache dir geht's gut :-) *vorneiderblass*

Tiffy hat gesagt…

Gotteswillen ich dachte jetzt wunderweiss, wieviel das wohl gekostet haben wird, aber 200EUR? Hallo? Man merkt, dass du keine Frau bist, hihi...

Stefan hat gesagt…

@Tiff: Naja, das klingt jetzt erst einmal irrsinnig viel, aber mitenthalten waren unter anderem die 2 Game Drives, essen und trinken (egal ob zum essen oder mal so, an der Bar oder auf dem Drive) und eine 30 Minuten Massage. Und Krueger ist einfach auch sehr teuer. Auch wenn man in einer der "normalen" Lodges absteigt und das selbe (weniger spektakuläre) Programm absolviert, muss man noch 100 Euro planen.Und dann ist das eben doch in einem vertretbaren Rahmen...also find ich, als Mann;) Brauch ja kaum Schuhe :D

@Richard: Ja, mir gehts prima - und Dir kann es bald auch so gehen :D Würd mich freuen, wenn es bei Euch klappt! Ach und - find ich ja echt spitze, ist mein Blog bei Dir igendwie als kleines Fenster auf dem Desktop dauerhaft angezeigt, dass Du so schnell reagieren kannst? Freut mich immer riesig, danke!

Line hat gesagt…

Sabie sands ist großartig...Du bist nicht zufällig Ben dem einbeinigen Ranger begegnet? Wegen dem Leoparden bin ich ja immernoch mehr als neidisch!
Lass es Dir gut gehen!!!!

Line hat gesagt…

P.S. auf das letzte bild kannst du zu recht stolz sein!!!!!