Hallo Ihr Lieben,
hoffe Euch geht es soweit gut – mir geht es jedenfalls bestens!
Seit letzten Freitag ist es naemlich durch – ich werde im Januar wieder nach Suedafrika fliegen, der Account wird die vollen Kosten fuer eine Dienstreise im Anschluss an die Delegation uebernehmen! Aber der Begriff Dienstreise sagt es schon, der Zeitraum ist diesmal deutlich kuerzer angesetzt, naemlich nur fuer einen Monat, aber besser als wieder in der Martinstrasse zu arbeiten (die Martinstrasse ist natuerlich auch wunderbar, aber wenn ich schon die Moeglichkeit habe hier in SA zu arbeiten, dann doch besser hier! Liebe Kollegen, koennte die Messer wieder wegstecken^^)
Und ich habe mich nach reiflichen Ueberlegungen dazu entschlossen doch nochmal ein Vollzeit Studium in Angriff zu nehmen. So wie es derzeit aussieht, wird es wohl ein Studium der internationalen Wirtschaftswissenschaften in Innsbruck sein.
So, und dann noch fuer Eure Terminkalender, ich komme in Muenchen am Morgen des 15ten Dezember an. Ich bitte mein Empfangskomitee mit einem (kalten!) Edelstoff und einem (heissen!) Doener aufzuwarten, ausserdem Lakritzschnecken (duerfen gerne auch Zimmertemperatur haben!). Vielen Dank, dann kanns ja losgehen, hoff ihr habt Zeit;-)
Im September waren ja meine Eltern zu Besuch und wir haben zwei Wochen das Land bereist. Hat mir wirklich sehr gut gefallen und ich hatte den Eindruck Ihnen ebenso. Besonders die Sani Valley Lodge ist einfach einmalig, dieses riesige Areal vor der fantastischen Kulisse, das Game, das frei auf dem Gelaende rumlaeuft und die wirklich erstklassige Unterkunft. Wow! Aber wir waren natuerlich fleissig und haben es uns nicht nur in der Lodge gut gehen lassen. Eine 4x4 Tour auf das Sani Top war ebenso dabei wie wandern und die Besichtigung einer San Hoehle in Garden Castle, dieser Ausflug dann schon von der maerchenhaften Treehouse Lodge nahe Mooi River. Von dort dann allerdings eine sehr kraftraubende Fahrt hoch ins Transvaal nach Sabi ins Valley View. Gefuehrt wird dieses B&B von einem Oesterreicher, der irgendwann Mitter der 70er nach SA gekommen ist, wie er uns abends bei ein paar Jaegermeistern erzaehlte. Des deutschen war er nicht mehr so ganz maechtig, wobei ich nicht ganz sicher bin ob das nun vom Jaegermeister oder tatsaechlich von der langen Zeit in der Fremde herruehrte. Wahrscheinlich aber von beidem. Am naechsten Tag dann die Panorama Route und abends weiter nach Phalaborwa, so ziemlich auf Hoehe der Mitte des Kruger Parks. Am naechsten Tag fruehmorgens ging es dann auf Safari in den Park. War mein erstes Mal im eigentlichen Park, nachdem ich mich ja sonst lieber in den privaten Lodges verwoehnen lasse;-) Aber ich war positiv ueberrascht, obwohl wir in erster Linie auf den Teerstrassen unterwegs waren, haben wir doch wirklich eine Menge Tiere gesehen. Unzaehlige Antilopen, Elefanten, Buffalo, Giraffen, Zebras, Gnus, Hippos, Crocs und natuerlich Baboons und Vervet Monkeys. Von Katzen allerdings weit und breit keine Spur, ebenso kein Rhino. Aber ich hatte ja Gott sei Dank vorgesorgt und fuer den naechsten Tag eine Uebernachtung in Sabi Sand gebucht. Diesen Abend verbrachten wir dann aber noch in einem Bushpacker in Hazyview, damit der Kontrast auch schoen zur Geltung kommt. Das Nottens Bush Camp entpuppte sich dann nicht unbedingt als das, was ich erwartet hatte, aber wie sich herausstellte, war das nicht unbedingt schlecht. Waehrend viele Lodges auf protzigen Luxus setzen und den Gaesten jeden Wunsch von den Lippen ablesen, hatte dieses Camp hingegen wildromantischen Charme, in dem zum Beispiel komplett auf elektrisches Licht verzichtet wurde. Auch die Unterkunft war eher einfach gehalten (fuer Lodge Verhaltnisse) aber einfach nett und stilvoll eingerichtet. Und die Game Drives waren nun nicht unbedingt die spektakulaersten, die ich bisher gemacht hatte, aber meine Rechnung ging auf. Die noch fehlenden Nashoerner wurden aufgestoebert, ein Loewe ebenso, der uns sogar den Gefallen getan hat, neben unserem Vehikel zu bruellen, und dann am naechsten Morgen dann auch noch ein junger Leopard beim faulenzen aufm Baum! Wieder kein Wild dog oder cat, uebrigens auch nach meinen letzten zwei Lodges nicht, aber einmal werd ichs noch probieren…
Dann ging es auch schon zurueck nach Johannesburg, wo wir in meinem heissgeliebten Rhapsody’s dinnierten. Das beste Steak der Welt!
Am naechsten Morgen dann Abflug nach Port Elizabeth. Die Stadt haben wir uns geschenkt und haben uns gleich auf die Garden Route gemacht. Ein Zwischenstopp bei Storms River Mouth an der Kueste, leider hatte allerdings ein paar Wochen zuvor ein Bushfeuer die beruehmte Haengebrucke zerstoert. Pech! Dann weiter nach Knysna, wo wir dann fuer zwei Naechte Quartier in einem Baumhaus bezogen haben. Echt klasse das Ding, glaeserne Dusche 8m ueberm Boden ist schon fein. Gar keine Abtrennung vom Rest des Bads und so hatte man eine herrliche Aussicht wenn man sich aufs Klo begab. Die Klogaenge dauerten deutlich laenger als normal, zumindest bei mir;-)
Am naechsten Tag dann das Monkey Land besichtigt, Plettenberg Bay und den Felsen an der Bucht von Plettenberg. Von oben konnten wir die Wale in der Bucht bestaunen. Dann weiter nach Knysna und die „Waterfront“ besucht. Am naechsten Morgen dann Wilderness und Victoria Bay, kurzen Abstechern nach George und weiter nach Mossel Bay. Den Tag darauf dann auf anraten unserer Gastgeber in Mossel Bay, einem jungen dt Paerchen, die dort seit einem Jahr ein B&B betreiben, unsere geplante Route geandert und ueber die little Karroo nach Stellenbosch am Kap. War ein sehr guter Tipp. Morgens noch ein Weingut besichtigt und dann musste ich wieder zurureck nach Jo’burg. Aber so weit ich gehoert habe, hatten die beiden noch eine herrliche Zeit in Cape Town.
Die nachsten Wochenenden waren dann einige Parties angesagt, die Great Escape und das Fu-Cha Gathering. Waren prima Feste, vorallem weil auf beiden Parties die Nacht fest in der Hand der Jungs aus Cape Town war. Es gibt hier schon den einen oder anderen talentierten Dj, Killer B und Morph zum Beispiel, oder auch der Act Insane Acyde. Aber was die Jungs aus CT drauf haben ist einfach ne andere Liga, vom feinsten. Da kommt man aus dem zappeln einfach nicht rausJ Und das Beste – Anfang Dezember geht es runter auf die VORTEX! Endlich sehe ich mal Space Tribe live...
Dann war ja noch das Evchen zu Besuch. Leider nur eine Woche, aber das ist ja auch schon etwas. Mit ihr quasi dieselbe Route wie mit den Eltern gemacht, allerdings andersherum, wir haben „oben“ angefangen. Uebernachtung nahe Sabi auf dem Long Tom Pass, im Misty Mountain, der seinem Namen alle Ehre gemacht hat, nix hammer von der Aussicht gesehen. Dann auf die Panorama Route, allerdings in erster Linie Orte besucht, die ich selber noch nicht kannte. Auf Grund der Witterung waren aber auch zum Beispiel God’s Window und Pinnacle nicht machbar, da neblig.
Uebernachtung dann in Hoedspruit in der Zuleika Lodge, offensichtlich in der Honeymoon Suite. Wurde dann aber zu unserer Rugby WM Finale Suite umgemodelt. Und hiermit an alle die’s nicht mitbekommen haben. WIR SIND WELTMEISTER!! 15:6 gg England, super Bokkis! Naja, viel Zeit zu feiern war nicht, denn am naechsten Tag ging’s in den Park, der diesmal allerdings nicht ganz so erfolgreich verlief wie mit den Eltern. Es war schon bedeutend heisser als noch mit den Eltern und ab 11 gab es daher so gut wie keine Tiere mehr zu sehen, weswegen wir dann auch schon frueher als vorgesehen den Park wieder verlassen und nach Hazyview in die Chilli Pepper Lodge sind, um uns vom fruehen aufstehen im Jacuzzi zu erholen.
Tags darauf hatte ich als private Lodge die Simbambili ergattert! Sicherlich die schoenste Lodge in der ich bisher war. Luxus und afrikanisches Ambiente haben hier einfach gepasst, aber seht die Fotos. Und eben hier, in der Simbambili, waren dann auch meine mit Abstand bestens Game Drives, nur mit den Mitfahrern in unserm Vehikel hatten wir nicht so viel Glueck. Ein amerikanisches Paar hat mich mit einem Vogelbuch schier in den Wahnsinn getrieben. Bei jedem Vogel musste angehalten werden, da wurde ewig geblaettert und gesucht und dann letztendlich ein Kringel um den besagten Vogel gezogen. Wozu das gut gewesen sein soll weiss ich nicht, sind wir derselben Spezies nochmal begegnet, wurde dieser trotz Vogelbuch und Kringel doch nicht wiedererkannt. Und wer schon 2Tage (also auf dem 5ten Game Drive) in der Lodge ist, sollte wirklich eine Herde Impalas erkennen, wenn man direkt neben den Viechern steht. Aber vllt hatte er ja Recht und die waren am Vortag wirklich viel groesser! So, genug gelaestert (sry, aber die Beiden waren echt uebel!). Wir waren schon gute 2 Stunden auf dem Abend Drive und hatten noch nichts spektakulaeres zu Gesicht bekommen, als die Sichtung eines Leoparden ueber Funk reinkam. Und da lag er dann im Gras, voll gefressen und faul, ein wunderschoenes Tier,haha. Nach einiger Zeit erhebt er sich, geht auf die „Toilette“ und trabt davon, wir natuerlich hinterher. Nach einigen hundert Metern steigt uns dann ein stechender Geruch in die Nase. Bingo! Ein toter Buffalo an dem sich vier Hyaene guetlich tun. Als sie den Leoparden bemerken gab es ein kurzes Kampfgetuemmel, der Leopard schreit und musste das Weite suchen. Wir sind derweil bei den Hyaenen geblieben und haben diese beim fressen beobachtet. Faszinierend.
Auf dem Weg zurueck dann noch einen Honig Dachs (was unseren Guide vor Freude und Aufregung zu entzueckten Ausrufen verleitet hat, scheint wohl sehr sehr selten zu sein) und ein Bush Baby (gehoert zu den Primaten, ist aber ein ganz winziges Ding) entdeckt, sieht man auch nicht alle Tage.
Naechsten Morgen dann auf dem Weg zum Kadaver wieder die Hyaenen gesehen und hatten uns schon gewundert, warum diese nicht den Kadaver bewachen (und eine leise Vorahnung beschlich uns). Und tatsaechlich, da lag er, der Koenig des Dschungel. Ein maennlicher Loewe, gleich neben dem toten Bueffel. Dreissig Meter weiter auf einem Baum wartete der Leopard geduldig, ob er nicht vllt doch noch einen Happen fuer sich abstauben kann. Unzaehlige Geier kreisten, sassen auf den Baeumen oder warteten auf dem Boden auf ihren Anteil. Nachdem wir die Szene ausgiebig genossen hatten ging es weiter und wir stoeberten eine Herde Buffalo auf dem Weg zum Wasserloch auf. Als alle getrunken hatten machten sie sich auf dem Weg zurueck in den Busch, genau auf den toten Bueffel zu. Und ploetzlich wurde die Herde unruhig und stampften wild drauf los. Sie hatten die Witterung des Loewen aufgenommen ebenso die des Kadavers. Unser Guide wurde aufgeregt, vllt wuerden die Bueffel den Loewen attackieren. Leider waren gerade 3 Vehikel am Ort des Geschehens, so dass wir nur auf Standby waren und nicht live verfolgen konnten, was sich abspielte. Anscheinend kam es aber zu keiner Attacke, allerdings hatte sich der Loewe inzwischen 10 Meter weiter nieder gelassen. Der Leopard hatte es sich inzwischen 30Meter weiter auf dem Boden gemuetlich gemacht und wir standen direkt in der Mitte neben dem Kadaver. Und dann passiert das unglaublich peinliche, eine Geschichte, wie sie einfach nur mir passieren kann. Eva und ich sassen in der letzten Reihe des Fahrzeugs, die wie bei eigentlich allen Game Drive Vehikeln ueber die Boden Platte hinausragt. Meine Kamera liegt auf dem Sitz neben mir und ich weiss nicht genau wie, aber ploetzlich sehe ich sie in den Spalt zwischen den Sitzen rutschen. Mein reflexartiger Griff nach der Kamera kam zu spaet, die Schwerkraft hatte gesiegt und ich blickte unglaeubig auf meine Kamera im Gras. Man stelle sich diese Szene vor. 10 Meter weiter ein Loewe im Gras 20 Meter weiter ein Leopard und ich lassse meine Kamera fallen! Das gibts doch nicht...naja, in Gedanken war die Kamera schon abgeschrieben, aber ich wollte die Bilder nicht aufgeben und kam somit nicht umhin vor versammelter Mannschaft das Missgeschick zu beichten. Das sind Momente an denen sich die Erde auftun sollte um mich barmherziger Weise von dem Ort des Geschehens zu entfernen. Mein Guide konnte sich ein Grinsen auch nicht verkneifen, lenkte dann den Wagen aber geschickt so neben die Kamera, dass er die Tuer einen Spalt oeffnen und die Kamera aufnehmen konnte. Im Anschluss an den Game Drive und einer nochmaligen personelichen Entschuldigung fuer meine Tollpatischigkeit, versicherte er mir aber, dass er die Aktion eigentlich gelassen sieht und es ihm sogar Spass gemacht hat, unter diesen Umstaenden eine Kamera zu retten, haette man ja schliesslich nicht alle Tage. Ich bin mir sicher, dass ich seinen eh schon reichen Schatz an Anekdoten um eine weitere bereichert habe und zukuenftige Gaeste bei der Einweisung zum Verhalten auf den Drives eine nette Geschichte ueber einen jungen Deutschen und seine Kamera zu hoeren bekommen...
Ihr meint das wars? Noch nicht ganz. Da wir an diesem Tag den weiten Weg in die suedlichen Drakensberge vor uns hatten, verzichteten wir auf das Fruehstueck und baten noch waehrend des Morgendrives, dass unser Auto sowie Gepaeck bitte Abfahrt bereit gemacht werden. Ich mich also gerade noch beim Guide entschuldigt, mache mich daran, das Gepaeck im Kofferraum zu verstauen und hau den Kofferraum Deckel zu. Hoppla, da scheint wohl schlecht gepackt zu sein, geht nicht zu. So, aha, schaut eigentlich alles gut aus, probieren wir gleich nochmal – aber selbes Ergebnis. Herrschaftzeiten, was ist denn da los? Und dann moechte ich zum zweiten Mal an diesem Morgen am liebsten lautlos zusammenbrechen. Ich sehe naemlich meine Kamera in dem Spalt zwischen Kofferraum und Kofferaum Deckel liegen, arg verbeult und mit gesplittertem Screen...Ahhhh!! Gluecklicherweise konnte ich sie noch anschalten und somit die Bilder runterziehen (war eine Sony und die haben bekanntlich keine SD Chips!). Naja, inzwischen habe ich das Nachfolgemodell, den Rest des Urlaubs waren wir allerdings auf Eva’s Kamera angewiesen.
Die Fahrt in den Sueden war dann wirklich krass. 13 Stunden Fahrt und Eva hatte mit Uebelkeit und Erbrechen zu kaempfen. Aber sie war tapfer und hat durchgehalten...Und dann waren wieder in der Sani Valley Lodge, diesmal aber in der Lake Side und mit Vollpension. HAMMER!! Panorama Fenster im ersten Stock im Schlafzimmer auf See und Berge, ebenso im Badezimmer wo man in der Badewanne liegend den Ottern beim plantschen oder dem Game beim grasen zugucken konnte. Irre! Wir haben dann auch einen Tag verlaengert;-) Sind natuerlich auch auf den Sani Pass, aber dieses Mal mit Quads, was ein Spass. Haben dann im Anschluss auf Empfehlung des Quad Anbieters eine Dirt Road Richtung Central Berg genommen. Eine der schoensten Strassen die ich je gefahren bin. In meinen Augen die wahre Panorama Route Suedafrikas! Waren dann noch im Champagne Castle wandern und haben uns dann mit einigen kleinen Abstechern zu Ca,thedral Peak und Amphietheater, auf den Weg zurueck nach Johannesburg gemacht. War ein wirklich schoener Urlaub, oder Eva?
So, von Swaziland und meinem Geburtstag erzaehl ich Euch beim naechsten Mal, dass war naemlich wirklich auch was ganz besonderes!!
Bis denn, fuehlt Euch gedrueckt und liebe Gruesse aus SA
Stefan
Freitag, 23. November 2007
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1 Kommentare:
so bald schon?
Ach ich freu mich! Und Giulie erst!!!!
Ich baue auf ein Bierli im Lucullus!!!!!
Ich wünsch Dir noch eine schöne Zeit und guten FLug!
Zieh Dich warm an!!!!
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